Rüstungsindustrie: Norwegen will weitere U-Boote aus Kiel

Datum05.12.2025 16:11

Quellewww.zeit.de

TLDRNorwegen wird zwei weitere U-Boote der Klasse 212CD bei der Kieler Werft TKMS bestellen, wodurch die Gesamtzahl für die norwegische Marine auf sechs steigt. TKMS, Weltmarktführer für nicht-nukleare U-Boote, hatte bereits zehn U-Boote in gemeinsamer Bestellung mit Deutschland in Auftrag gegeben. Die neuen U-Boote sind für den arktischen Einsatz ausgelegt, verfügen über verbesserte Sensorik und sollen mit 30 Besatzungsmitgliedern betrieben werden. TKMS ist bis Anfang der 2040er Jahre ausgelastet, mit einem Auftragsvolumen von 18,5 Milliarden Euro.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rüstungsindustrie“. Lesen Sie jetzt „Norwegen will weitere U-Boote aus Kiel“. Gute Nachrichten für Deutschlands größten Marineschiffbauer TKMS: Die Kieler Werft soll weitere U-Boote für Norwegen bauen. "Wir freuen uns über die Ankündigung der norwegischen Regierung, zwei weitere U-Boote der Klasse 212CD zu beschaffen und TKMS die Auftragserweiterung im laufenden 212CD-Programm zu erteilen", sagte TKMS-Vorstandschef Oliver Burkhard. Die Zahl der für die norwegische Marine vorgesehenen Boote steige damit von vier auf insgesamt sechs Stück. TKMS ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für nicht-nuklear betriebene U-Boote. Deutschland und Norwegen hatten dort bereits gemeinsam zehn U-Boote der Klasse 212CD in Auftrag gegeben, darunter sechs für Deutschland. Durch die Ankündigung aus Norwegen sind es nun zwölf Boote. TKMS bewirbt sich unter anderem um einen großen Rüstungsauftrag zum Bau von acht bis zwölf konventionellen U-Booten für Kanada. Im August besuchte der kanadische Premierminister Mark Carney die U-Boot-Schmiede in Schleswig-Holstein. "Als nächste Phase besteht die Möglichkeit der Programmerweiterung um potenziell 12 kanadische U-Boote", sagte Burkhard. Mitbewerber ist eine Werft aus Südkorea. Die Buchstaben "CD" stehen für gemeinsames Design ("Common Design"). Baugleichheit soll Kosten verringern und eine einfache Zusammenarbeit zwischen der Marine verschiedener Staaten ermöglichen. Die neuen U-Boote werden etwa 72 Meter lang sein. Damit sind sie etwas länger als die bestehenden Boote der deutschen Klasse 212A. Die neuen U-Boote verfügen über eine verbesserte Sensorik und sollen mit 30 Besatzungsmitgliedern fahren. Die Boote sind laut TKMS speziell für den Einsatz in der Arktis und unter Eis ausgelegt. Die Auftragsbücher des U-Boot-Bauers sind prall gefüllt. So ist die Werft bis Anfang der 2040er Jahre ausgelastet. Das Auftragsvolumen beläuft sich früheren Angaben zufolge derzeit auf 18,5 Milliarden Euro. © dpa-infocom, dpa:251205-930-385893/1