Datum05.12.2025 12:36
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Wettskandal des türkischen Fußballs wurden in Istanbul 29 Fußballspieler festgenommen, die auf eigene Spiele gewettet haben sollen. Insgesamt wurden 46 Verdächtige festgenommen, darunter hochkarätige Spieler wie Metehan Baltacı und Mert Hakan Yandaş. Der türkische Fußballverband deckte auf, dass 152 Schiedsrichter betrogen haben, von denen 149 gesperrt wurden. Auch gegen Vereine wird ermittelt. Zahlreiche Spieler aus den unteren Ligen erhielten Sperren von bis zu zwölf Monaten. Die Ermittlungen laufen weiter.
InhaltDie Staatsanwaltschaft in Istanbul hat im Zuge des Wettskandals 29 weitere Fußballspieler festnehmen lassen. Fast alle von ihnen sollen auf eigene Spiele gewettet haben. Die Ermittlungen zum Wettskandal im türkischen Fußball haben zu weiteren Festnahmen geführt. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul veranlasste, 46 weitere Verdächtige festzunehmen. Darunter seien 29 Fußballspieler, von denen 27 auf Spiele ihrer eigenen Mannschaften gewettet haben sollen, teilte die Behörde mit. Unter den Verdächtigen sind laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft der Profi Metehan Baltacı von Galatasaray Istanbul sowie Mert Hakan Yandaş vom Stadtrivalen Fenerbahçe. Außerdem nannten die Ermittler einen ehemaligen Schiedsrichter, einen Sportkommentator sowie zahlreiche Funktionäre verschiedener Vereine als Verdächtige. Der türkische Fußballverband (TFF) hatte Ende Oktober Vorwürfe bekannt gemacht, laut denen insgesamt 152 Schiedsrichter aktiv Wetten platziert haben sollen. 149 Schiedsrichter wurden bereits für acht bis zwölf Monate gesperrt. Fünf davon waren bisher in der Süper Lig aktiv. Sechs Schiedsrichter und der Präsident des Erstligaclubs Eyüpspor wurden inzwischen verhaftet. Insgesamt soll es um Hunderttausende platzierte Wetten gehen. Der türkische Fußballverband hatte die Vorwürfe gegen die Schiedsrichter selbst bekannt gegeben. Mittlerweile wird auch gegen Vereine und Spieler ermittelt. 25 Profis der ersten Liga und fast 1.000 weitere Spieler der zweiten, dritten und vierten Liga sind für bis zu zwölf Monate gesperrt worden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.