Neues Gesetz in Australien: Oprah Winfrey lobt Social-Media-Verbot für Kinder

Datum05.12.2025 08:46

Quellewww.zeit.de

TLDRAustralien führt als erstes Land ein Gesetz ein, das Kindern unter 16 Jahren den Zugang zu Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok verbietet. Oprah Winfrey lobt dieses Verbot und sieht darin eine Chance, die Lebensqualität junger Menschen zu verbessern und ihnen Kommunikation zu vermitteln. Das Gesetz soll Kinder vor Cyber-Mobbing schützen und ihnen eine kindgerechte Entwicklung ermöglichen. Bei Zuwiderhandlungen drohen den Plattformen hohe Strafen von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neues Gesetz in Australien“. Lesen Sie jetzt „Oprah Winfrey lobt Social-Media-Verbot für Kinder“. US-Talkmasterin Oprah Winfrey hat das Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige in Australien als große Chance gelobt. Als erstes Land der Welt führt Down Under das Gesetz am kommenden Mittwoch (10. Dezember) ein. "Ich glaube, Sie werden das Leben einer ganzen Generation von Kindern verändern, die dadurch ein besseres Leben führen werden", sagte die 71-Jährige am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Veranstaltung in Sydney. Dafür habe sie stürmischen Applaus bekommen, schrieb die Zeitung "Sydney Morning Herald". "Es gibt so viele junge Menschen, die nicht richtig kommunizieren oder sich unterhalten können, insbesondere Jungen, weil sie schon früh pornografiesüchtig werden und nicht wissen, wie man jemanden nach einem Date fragt", betonte Winfrey weiter. Ihnen fehle die Erfahrung, mit einem realen Menschen zu sprechen. Australien sei mit dem neuen Gesetz einmal mehr "ein Vorbild für den Rest der Welt". Kinder und Jugendliche in Australien dürfen in Zukunft keine eigenen Konten mehr auf großen Social-Media-Plattformen besitzen, bis sie 16 Jahre alt werden. Betroffen sind unter anderem Instagram, Tiktok, Snapchat, Facebook und Youtube. Die Regierung will junge Menschen damit vor Risiken wie Cyber-Mobbing schützen, ihnen aber nach eigenen Angaben auch eine echte Kindheit zurückgeben. Bei Verstößen drohen den Plattformen hohe Bußgelder von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar (27,9 Millionen Euro). © dpa-infocom, dpa:251205-930-383100/1