Datum05.12.2025 08:15
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Mühlentorbrücke in Lübeck wurde aufgrund gravierender Bauschäden für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt, um Gefahren für die Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit täglich etwa 21.000 Fahrzeugen, darunter Busse und Lkw, müssen sich die Nutzer auf erhebliche Umleitungen einstellen. Die Sanierung der fast 130 Jahre alten, denkmalgeschützten Brücke wird voraussichtlich erst im Herbst 2026 beginnen. Eine besondere Prüfung offenbarte, dass der Zustand der Brücke sich weiter verschlechtert hat.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verkehr“. Lesen Sie jetzt „Mühlentorbrücke in Lübeck wegen Bauschäden voll gesperrt“. Die Hansestadt Lübeck hat die Mühlentorbrücke am östlichen Ende der Altstadt am Freitag wegen gravierender Bauschäden für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Eine Sonderprüfung in der Nacht zum Freitag habe ergeben, dass sich der Zustand der Brücke seit der letzten Prüfung im Sommer dieses Jahres weiter verschlechtert habe, teilte die Stadt mit. Um eine mögliche Gefährdung der Verkehrsteilnehmer durch eine weitere Nutzung und die damit verbundene Belastung der Brücke auszuschließen, sei die Vollsperrung notwendig geworden. Die fast 130 Jahre alte Brücke gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Lübeck. Sie wird täglich von etwa 21.000 Fahrzeugen genutzt, darunter rund 1.400 Lastwagen und 730 Busse. Deshalb müssen sich Verkehrsteilnehmer auf erhebliche Einschränkungen einstellen. So müssen insgesamt zwölf Stadtbuslinien umgeleitet werden, auch Autofahrer müssen mit Umleitungen und Behinderungen rechnen. Die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Brücke wird voraussichtlich erst im Herbst 2026 beginnen. Ursprünglich war der Sanierungsbeginn für das dritte Quartal 2024 geplant, er war aber mehrfach verschoben worden. Es wird mit einer Bauzeit von mehreren Jahren gerechnet. Wegen des schlechten Zustands der Mühlentorbrücke waren bereits im Dezember 2019 die Fahrbahnbreite eingeschränkt und die Gehwege auf die Fahrbahnen verlegt worden. Im Mai 2023 wurde neben dem eigentlichen Bauwerk eine Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Seit 2022 wird die Brücke alle drei Monate von Experten auf Tragwerksschäden überprüft. Zuletzt waren dabei unter anderem Abplatzungen an den Widerlagerkonstruktionen und Risse in einigen Blechen festgestellt worden. Außerdem hätten sich bestehende Spalte an den Brückensockeln nachweislich vergrößert, teilte die Stadt mit. © dpa-infocom, dpa:251205-930-382960/1