Datum05.12.2025 06:55
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Deutschland engagieren sich 77.000 freiwillige Helfer bei den Lebensmitteltafeln, ein Anstieg um 2000 im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch herrscht weiterhin Personalnot, da ein Drittel der Tafeln dringend zusätzliche Kräfte benötigt. Die Aufgaben, insbesondere in der Logistik, sind gewachsen, und etwa 1,5 Millionen Menschen nutzen regelmäßig die Angebote. Trotz einer leichten Entspannung im Vergleich zu 2024 gibt es bei 25 Prozent der Tafeln Wartelisten oder temporäre Aufnahmestopps. Zudem sinkt die Verfügbarkeit geretteter Lebensmittel.
InhaltDie Zahl ist beeindruckend: 77.000 freiwillige Helfer beteiligen sich an der Lebensmittelausgabe für Bedürftige. Trotzdem leiden die Tafeln unter Personalnot. Die Lebensmitteltafeln in Deutschland melden eine steigende Zahl ehrenamtlicher Helfer, suchen aber weiter dringend zusätzliche Kräfte. "Die Zahl der Engagierten ist in diesem Jahr erfreulicherweise um etwa 2000 auf rund 77.000 gestiegen", sagte der Vorsitzende von Tafel Deutschland, Andreas Steppuhn, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Trotzdem fehle einem Drittel der Tafeln immer noch dringend Helferinnen und Helfer. "Die Aufgaben haben zugenommen, zum Beispiel bei der Logistik. Einige Tafeln haben ihre Öffnungszeiten verlängert, um Aufnahmestopps wieder aufzuheben. Aber das ist nicht überall möglich", sagte Steppuhn. Nach Darstellung des Tafel-Chefs ist die Lage weiter angespannt. "Wir haben rund 1,5 Millionen Menschen, die regelmäßig kommen". Etwa 25 Prozent der Tafeln hätten Wartelisten oder temporäre Aufnahmestopps, bekräftigte er frühere Aussagen. Das sei zwar eine leichte Entspannung gegenüber 2024, als jede dritte Tafel keine neuen Kunden aufnahm. "Aber wir haben eine natürliche Grenze erreicht – viel mehr als heute ist bei den Tafeln nicht möglich." Auch würden die Lebensmittel, die die Tafeln in Supermärkten und Discountern retten könnten, tendenziell weniger. Das liege an der Digitalisierung und nachhaltigerem Wirtschaften.