Datum05.12.2025 00:59
Quellewww.zeit.de
TLDRDie US-Regierung unter Präsident Trump hat die Arbeitserlaubnis für Asylsuchende von fünf Jahren auf nur noch 18 Monate verkürzt. Dies ermöglicht häufigere Überprüfungen und betrifft Hunderttausende, insbesondere in Branchen wie der Fleischverarbeitung. Seit Januar haben fast zwei Millionen Menschen die USA verlassen, davon 530.000 deportiert. Die Regierung plant, die Abschiebungen bis Ende des Jahres auf 600.000 zu erhöhen. Berichte zeigen, dass ICE-Beamte oft gewaltsam und willkürlich gegen Migranten vorgehen, obwohl viele keine Vorstrafen haben.
InhaltDie US-Regierung will Asylsuchende künftig häufiger überprüfen. Statt fünf Jahren sollen sie deshalb nur noch achtzehn Monate arbeiten dürfen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verschärft ihre Migrationspolitik weiter. Asylsuchende in den USA sollen künftig nur noch eine Arbeitserlaubnis für eineinhalb Jahre erhalten. Zuvor waren es fünf Jahre. Das ermögliche häufigere Überprüfungen, sagte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde USCIS Nach Informationen des Wall Street Journal betrifft die Änderung Hunderttausende Menschen. Sie habe zudem Auswirkungen auf Unternehmen, die viele Asylsuchende mit Arbeitserlaubnis beschäftigen, etwa Fleischverarbeitungsbetriebe. Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Januar haben nach Angaben des Heimatschutzministeriums fast zwei Millionen Menschen das Land verlassen – 530.000 Menschen seien deportiert worden und 1,6 Millionen hätten sich "selbst deportiert". Die Zahlen wurden Ende Oktober veröffentlicht. Bis Ende des Jahres wolle die Regierung die Zahl der Abschiebung auf 600.000 steigern. In vielen – meist demokratisch regierten – US-Städten sind Beamte der Bundesbehörde ICE unterwegs, um kriminelle Ausländer festzunehmen. Oft gehen sie dabei aber brutal und vermutlich willkürlich vor. Wie die Washington Post berichtet, hatten 80 Prozent der jüngst in der US-Hauptstadt Washington festgenommenen Migranten keinerlei Vorstrafen.