Kultur: Neuer Anlauf für Generalsanierung des DNT in Weimar

Datum04.12.2025 19:29

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Stadt Weimar plant einen neuen Anlauf zur Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters (DNT) nach rechtlichen Streitigkeiten. Das ursprüngliche Vergabeverfahren wird wieder aufgenommen, gestützt auf einen Wettbewerb aus 2024. Gespräche mit den prämierten Architekturbüros sollen rasch fortgesetzt werden. Das Thüringer Oberlandesgericht hat die Rechtmäßigkeit des Wettbewerbs bestätigt, wodurch der Vergabestopp aufgehoben werden kann. Die Sanierung des 1908 eröffneten DNT, eines wichtigen kulturellen Ortes, soll zwischen 2027 und 2032 erfolgen, mit 167 Millionen Euro Unterstützung von Bund und Land Thüringen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kultur“. Lesen Sie jetzt „Neuer Anlauf für Generalsanierung des DNT in Weimar“. Nach rechtlichen Auseinandersetzungen gibt es einen neuen Anlauf für die Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters (DNT) in Weimar. Die Stadt nehme das ursprüngliche Vergabeverfahren für das Großprojekt wieder auf, teilte die Stadtverwaltung mit. Es basiere auf den Ergebnissen eines Wettbewerbs im Jahr 2024.  Gespräche mit den drei im Wettbewerb prämierten Büros sollen unverzüglich fortgesetzt werden. Ziel sei, das Verfahren möglichst schnell mit einem Zuschlag und dem Abschluss eines Generalplanervertrags zu beenden. Hintergrund sei, dass das Thüringer Oberlandesgericht die Rechtmäßigkeit des Planungswettbewerbs bestätigt habe. Das Oberlandesgericht bestätigte im Gegensatz zur ersten Instanz laut Stadtverwaltung die Gültigkeit des Wettbewerbs. Damit sei Klarheit geschaffen worden und der Vergabestopp könne aufgehoben werden. Ein von der Stadt Anfang Oktober gestartetes neues Vergabeverfahren werde nun formell aufgehoben.  Das in seiner heutigen Gestalt 1908 eröffnete DNT sollte nach den bisherigen Plänen zwischen 2027 und 2032 denkmalgerecht saniert und moderat erweitert werden. Bund und Land Thüringen stellen dafür 167 Millionen Euro in Aussicht. Das DNT ist Thüringens überregional bekannteste Theaterbühne und auch ein wichtiger Ort der Demokratiegeschichte. 1919 trat dort die neu gewählte deutsche Nationalversammlung zur verfassunggebenden Sitzung zusammen, daher stammt der Name Weimarer Republik. © dpa-infocom, dpa:251204-930-381695/1