Datum04.12.2025 18:25
Quellewww.zeit.de
TLDRThüringens Hochschulen erhalten 3,5 Prozent mehr Geld, insgesamt rund 601 Millionen Euro, nach dem Beschluss im Landtag von CDU, BSW und SPD zur Verlängerung einer Rahmenvereinbarung. Diese Entscheidung soll Planungssicherheit bieten, da Hochschulen steigende Pensionskosten und mögliche Rückgänge bei Studierendenzahlen befürchten. Kritik kommt von der Linken, die auf nur 1,2 Prozent Aufwuchs für 2027 hinweist. Wissenschaftsminister Christian Tischner betont Schwerpunkte wie Bürokratieabbau und die Unterstützung aller Hochschulstandorte.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Im Landtag beschlossen“. Lesen Sie jetzt „Vereinbarung verlängert - Mehr Geld für Hochschulen“. Thüringens Hochschulen bekommen etwa 3,5 Prozent mehr Geld. Im Landtag beschlossen die Abgeordneten von CDU, BSW und SPD die Verlängerung einer entsprechenden Rahmenvereinbarung zwischen dem Land und den Hochschulen. Damit sollen die Hochschulen rund 601 Millionen Euro erhalten. Im laufenden Jahr sind es rund 580 Millionen Euro. Im kommenden Jahr soll die Vereinbarung dann neu verhandelt werden. Die Fraktionen von AfD und Linke enthielten sich. Es gehe um Planungssicherheit, sagte der BSW-Bildungspolitiker Dirk Hoffmeister. Die Verlängerung sei notwendig und richtig. "Das ist kein Luxus, das ist Bestandssicherung." Thüringens Hochschulen sehen steigende Pensionskosten auf sich zukommen. Außerdem könnte der demografische Wandel auch die Universitäten und Fachhochschulen im Land treffen - die Studierendenzahlen könnten zurückgehen, so eine verbreitete Befürchtung. Linke-Hochschulpolitiker Christian Schaft kritisierte, dass im Haushaltsjahr 2027 nur noch ein Aufwuchs von 1,2 Prozent vorgesehen ist. Das sorge für Unsicherheit. Thüringens Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) sagte, mit dem Abkommen gebe es konkrete Schwerpunkte - etwa Bürokratieabbau sowie die Stärkung des Engagements zur Friedens- und Konfliktforschung. Zudem bekenne sich die Landesregierung zu allen Standorten. "Der Koalitionsvertrag garantiert alle Thüringer Hochschulstandorte", sagte Tischner. In Thüringen stellt ein Bündnis von CDU, BSW und SPD die Landesregierung. Die Brombeer-Koalition hat keine eigene Mehrheit im Parlament. © dpa-infocom, dpa:251204-930-381504/1