Datum04.12.2025 11:46
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Thüringer Landtag hat eine Gesetzesänderung beschlossen, die Freien Schulen jährlich rund 13,6 Millionen Euro mehr zukommen lässt. Bildungsminister Christian Tischner bezeichnete dies als faire Lösung. Zudem dürfen die Schulen bis zu fünf Prozent der Mittel für Verwaltungskosten nutzen und müssen sich am Meldesystem für besondere Vorkommnisse beteiligen, um kritische Vorfälle zu dokumentieren. Die Landesarbeitsgemeinschaft der freien Schulträger sieht die Änderungen positiv und erkennt eine Reduzierung der bisherigen Unterfinanzierung an, was für die 160 freien Schulen Planungssicherheit bis 2026 schafft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildung“. Lesen Sie jetzt „Freie Schulen bekommen mehr Geld“. Die Freien Schulen in Thüringen können mit mehr Geld rechnen. Der Thüringer Landtag verabschiedete eine entsprechende Änderung des Gesetzes. Demnach gibt das Land künftig jährlich rund 13,6 Millionen Euro mehr. Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU) sprach von einer fairen Lösung. Außerdem sollen die Freien Schulen bis zu fünf Prozent der Mittel auch für Verwaltungskosten verwenden dürfen. Mit der Gesetzesänderung werden die Freien Schulen künftig verpflichtet, sich am Meldesystem der besonderen Vorkommnisse zu beteiligen. Über dieses System melden staatliche Schulen schon seit Jahren kritische Vorfälle an den Schulen - etwa Diebstahl, Gewalt, Extremismus oder auch Bloßstellungen im Internet. Bei besonderen Vorkommnissen geht es nach Angaben des Bildungsministeriums um Vorfälle, die den normalen Schulalltag stören, den Schulbetrieb beeinträchtigen oder zu einer Gefährdung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften oder Schulangehörigen führen. "Es geht uns und dem Parlament nicht um Misstrauen, sondern es geht um ein einheitliches und um ein transparentes Verfahren zum Schutz der Kinder und Jugendlichen", sagte Tischner im Parlament. Ziel sei es, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Die Landesarbeitsgemeinschaft der freien Schulträger in Thüringen (LAG) bewertete die Änderungen "überwiegend positiv", wie die LAG mitteilte. "Mit der Verabschiedung des Gesetzes hat der Thüringer Landtag nun zum 1. Januar 2026 Planungssicherheit für die 160 Schulen in freier Trägerschaft geschaffen", hieß es. LAG-Sprecher Marco Eberl sprach von einer Unterfinanzierung der freien Schulen, welche "spürbar reduziert" worden sei. © dpa-infocom, dpa:251204-930-378700/1