UBS-Analyse: Deutschland im Club der Superreichen vorn dabei

Datum04.12.2025 09:30

Quellewww.zeit.de

TLDREine aktuelle UBS-Analyse zeigt, dass das Vermögen der weltweit 2.919 Milliardäre auf 15,8 Billionen Dollar gestiegen ist, ein Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutschland hat mit 156 Milliardären, ein Drittel mehr als im Vorjahr, die höchste Anzahl in Europa. Die Milliardäre hierzulande besitzen zusammen 692,1 Milliarden Dollar. Die Analyse hebt hervor, dass Deutschland eine starke industrielle Basis hat und eine Tradition der Vermögensweitergabe pflegt, während die USA weiterhin die meisten Milliardäre besitzen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „UBS-Analyse“. Lesen Sie jetzt „Deutschland im Club der Superreichen vorn dabei“. Eine Welle von Erbschaften und lukrative Investitionen in moderne Technologien haben das Vermögen der Milliardäre weltweit auf Rekordhöhe getrieben. Auf 15,8 Billionen Dollar (rund 13,6 Billionen Euro) kletterte das Vermögen der Superreichen nach Berechnungen der UBS binnen Jahresfrist - ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zu 2024.  Die Schweizer Großbank berücksichtigt in ihrer Analyse, die sie in diesem Jahr zum elften Mal vorlegt, Bargeld, Wertpapiere, Unternehmensbeteiligungen, Immobilien und weitere Sachwerte. Die gewaltige Summe verteilt sich auf eine größer werdende Gruppe: 2.919 Milliardäre zählt die UBS in ihrem aktuellen Report, ein Jahr zuvor waren es 2.682. Dabei verdanken 91 Menschen einer Erbschaft ihren Aufstieg. Männer sind unter den Superreichen deutlich in der Überzahl: 2.545 der Milliardäre sind Männer, 374 Frauen. In Deutschland stieg die Zahl der Milliardäre ausweislich der UBS-Daten um ein Drittel auf 156. Damit leben hierzulande so viele Milliardäre, wie in keinem anderen europäischen Land. Ein Viertel davon hat es demnach aus eigener Kraft in den Club der Superreichen geschafft. Die Milliardäre in Deutschland konnten ihr Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um 145,9 Milliarden Dollar auf 692,1 Milliarden Dollar steigern. Damit stelle Europas größte Volkswirtschaft "die wohlhabendste Region Westeuropas" dar, schreibt die UBS. "Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in Deutschland eine solide industrielle Basis, die bis heute Innovation und Wachstum fördert", erklärt die UBS. Deutschland sei in mehreren Industriesektoren – von Pharma über Maschinenbau bis Konsumgüter – federführend und biete eine breite Grundlage für unternehmerischen Erfolg. Zudem gebe es hierzulande eine "starke Tradition der Vermögensweitergabe": Allein im Jahr 2025 haben demnach 15 Mitglieder von zwei deutschen Pharmafamilien ein erhebliches Erbe erhalten.  Im Vergleich zu den führenden USA allerdings ist der Kreis der Milliardäre in Deutschland klein: Die Vereinigten Staaten kommen auf 924 Milliardäre mit einem Gesamtvermögen von rund 6,9 Billionen Dollar. China folgt mit 470 Milliardären und einem Gesamtvermögen von rund 1,8 Billionen Dollar. In den kommenden Jahrzehnten wird nach Einschätzung der UBS die Zahl von Milliardären weiter steigen, da sich der Vermögenstransfer weiter beschleunige. Schätzungen zufolge werden Milliardäre bis 2040 weltweit etwa 6,9 Billionen Dollar an Vermögen transferieren, wobei mindestens 5,9 Billionen Dollar direktoder indirekt über Ehepartner, an Kinder weitergegeben werden sollen. © dpa-infocom, dpa:251204-930-377957/1