Datum03.12.2025 18:02
Quellewww.zeit.de
TLDRBei der Innenministerkonferenz (IMK) in Bremen werden keine verschärften Maßnahmen zur Sicherheit in Fußballstadien diskutiert. Dies folgt auf Proteste von Fans gegen KI-Überwachung und Kontrollen. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer betont, dass der Dialog mit den Fans im Mittelpunkt steht und dass man nicht alle Fußballanhänger unter Generalverdacht stellen dürfe. Geplante Maßnahmen wie personalisierte Tickets und Ausweiskontrollen stehen nicht auf der Agenda, um die Stimmung unter Fans und in den Verbänden zu entspannen.
InhaltFußballfans haben wochenlang gegen KI-Überwachung und Kontrollen in Stadien protestiert. Bei der IMK in Bremen sollen solche Schritte nun doch nicht besprochen werden. Die Ressortchefs von Bund und Ländern wollen bei der Innenministerkonferenz (IMK) in Bremen nun doch nicht über verschärfte Maßnahmen zur Sicherheit in Fußballstadien beraten. Mögliche Maßnahmen wie personalisierte Tickets, flächendeckende Ausweiskontrollen, KI-basierte Überwachung und Gesichtskontrollen stehen laut Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) nicht auf der Tagesordnung der dreitägigen Konferenz, die an diesem Mittwochabend startet. Mäuerers Ankündigung folgt auf wochenlange Proteste der aktiven Fanszene. Zahlreiche Fangruppen hatten geplante Maßnahmen zuvor als pauschalen Generalverdacht gegenüber Fußballfans kritisiert. Der Dialog mit den Fans stehe im Vordergrund, sagte Bremens Innensenator: "Sicherheit im Stadion ist wichtig. Aber wir dürfen nicht alle Fans unter Generalverdacht stellen, nur weil einige Wenige Ärger machen." Die Innenminister wollen nach Angaben Mäurers die Stimmung unter den Fans sowie in den Fußballverbänden DFB und DFL entspannen und auf Bedenken seitens der Verbände reagieren. "Niemand wird die Stehplätze aufgeben", sagte er. "Und mit Stehplätzen, auf denen sich jeder frei bewegen kann, macht das Thema keinen Sinn." Zuvor hatten sich DFB und DFL gegen personalisierte Tickets ausgesprochen, weil sie mit der Stehplatzkultur in deutschen Stadien nicht vereinbar seien. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.