Datum03.12.2025 14:43
Quellewww.zeit.de
TLDRNiedersachsens Profifußball-Clubs haben sich vor der Innenministerkonferenz in Bremen gegen kollektive Verbote für Fans ausgesprochen. In einer Erklärung betonen Clubs wie Eintracht Braunschweig und Hannover 96, dass Sicherheit und Fankultur sich gegenseitig bedingen. Sie kritisieren Maßnahmen wie personalisierte Eintrittskarten und reduzierte Gästekontingente, die ohne konkreten Anlass große Fanblöcke betreffen könnten. Das Thema Sicherheit in Stadien steht auf der Agenda der Ministerkonferenz, die bis Freitag tagt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sicherheit im Stadion“. Lesen Sie jetzt „Vor IMK: Niedersachsens Proficlubs gegen kollektive Verbote“. Vor der heute in Bremen beginnenden Innenministerkonferenz haben sich die niedersächsischen Profifußball-Clubs in einer gemeinsamen Erklärung gegen "kollektiv wirkende Verbote" ausgesprochen. "Sicherheit und Fankultur stehen für uns nicht im Widerspruch, sondern bedingen einander: Nur wer sich geschützt fühlt, kann das Erlebnis Fußballstadion genießen – und nur durch ein respektvolles Miteinander entsteht jene Atmosphäre, die Gemeinschaft, Identifikation und Emotion ermöglicht", heißt es in dem Schreiben von Eintracht Braunschweig, Hannover 96, VfL Wolfsburg, VfL Osnabrück, TSV Havelse, SV Meppen und VfB Oldenburg. Die Clubs sprechen sich "klar gegen Maßnahmen aus, die große Fanblöcke oder ganze Anhängerschaften ohne konkreten Anlass betreffen". Damit sind personalisierte Eintrittskarten, reduzierte Gästekontingente und zentral organisierte Stadionverbotsstrukturen mit automatischen oder vorschnellen Sanktionen auf bloßer Verdachtsbasis gemeint. Die Innenminister der Länder tagen bis Freitag in Bremen. Das Thema Sicherheit in den Stadien ist ein wichtiger Punkt auf der Agenda. © dpa-infocom, dpa:251203-930-374260/2