Datum03.12.2025 14:45
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Oranienburg wurden seit 1999 rund 240 Bomben entschärft, was die Region zur schwersten belasteten in Deutschland macht. Innen-Staatssekretär Frank Stolper kündigte an, dass Oranienburg zu einer Pionierregion für Kampfmittelbeseitigung werden soll. Die CDU-Abgeordnete Nicole Walter-Mundt forderte eine Klärung der Rahmenbedingungen für eine systematische Bombensuche, die seit fünf Jahren praktiziert wird. Brandenburg führt die Liste der Kampfmittelverdachtsflächen mit etwa 580.000 Hektar an, und der Kampfmittelbeseitigungsdienst bearbeitete 4.300 Anfragen im letzten Jahr.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kampfmittelbeseitigung“. Lesen Sie jetzt „Innenministerium: Rund 240 Bomben in Oranienburg entschärft“. In Oranienburg sind seit 1999 fast 240 große Bomben geräumt worden. Es gebe keine andere Region, die eine derartige Belastung mit Langzeitzünderbomben habe, sagte Innen-Staatssekretär Frank Stolper. Oranienburg soll deshalb bei der Bombensuche dauerhaft neue Kompetenzen bekommen und zu einer Pionierregion bei der Entschärfung von Bomben werden. Wie die Rahmenbedingungen für eine solche Pionierregion sein sollen, darüber bestehe aktuell aber noch Unklarheit, beklagte die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt. Das müsse zeitnah geklärt werden, damit es eine dauerhafte systematische Absuche nach Kampfmitteln geben könne, sagte Walter-Mundt. In den vergangenen fünf Jahren sei bereits systematisch nach Bomben und alter Munition gesucht worden, sonst sei eine anlassbezogene Suche etwa bei Bauarbeiten üblich. Diese systematische Suche habe dazu geführt, dass große Gebiete von Oranienburg künftig nicht mehr unter Kampfmittelverdacht stünden, hieß es vor einiger Zeit vom Innenministerium. Deshalb wolle man die systematische Suche fest verankern. Im Zweiten Weltkrieg war unter anderem wegen besonderer Bodenverhältnisse in Oranienburg ein Großteil der Bomben nicht explodiert, sodass eine hohe Zahl an Blindgängern im Boden vermutet wird. Brandenburg führt bundesweit die Liste der Kampfmittelverdachtsflächen an. Zu Jahresbeginn standen circa 580.000 Hektar der Landesfläche unter Kampfmittelverdacht. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bearbeitete im vergangenen Jahr bis Ende November über 4.300 Anfragen von Grundstückseigentümern und wurde zu fast 2.200 Zufallsfunden gerufen. © dpa-infocom, dpa:251203-930-374966/1