Donald Trump: US-Präsident will offenbar mit Putin sprechen

Datum16.10.2025 17:31

Quellewww.spiegel.de

TLDRUS-Präsident Donald Trump plant ein Telefonat mit Wladimir Putin, um über den Ukraine-Krieg zu sprechen. Dies geschieht vor dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington, der Trump um die Genehmigung für den Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern bitten wird. Russland warnt vor möglichen Gegenmaßnahmen, einschließlich der Androhung von Atomwaffen. Trump und Selenskyj haben sich in den letzten Monaten angenähert, während die Beziehungen zu Russland angespannt bleiben.

InhaltWolodymyr Selenskyj reist am Freitag nach Washington, um mit Donald Trump über Militärhilfen zu sprechen. Vorher will der US-Präsident mit Wladimir Putin telefonieren. Trump hatte dessen Verhalten zuletzt harsch kritisiert. US-Präsident Donald Trump will nach Medienberichten noch am Donnerstag mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefonieren. Thema des Gesprächs solle der Krieg in der Ukraine sein, berichteten die Portale "Axios" und "The Hill" unter Berufung auf eine mit den Planungen vertraute Person und das Weiße Haus. Am Freitag wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus erwartet. Dort will er von Trump die Freigabe für den Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an sein Land bekommen. Diese Waffen haben eine Reichweite von bis zu 2500 Kilometern und würden der Ukraine damit Angriffe tief in russischem Gebiet ermöglichen. Selenskyj hatte am Wochenende in zwei Telefonaten mit Trump über den Einsatz von Langstreckenwaffen gesprochen. Finanziert werden könnte der Deal durch Nato-Partner. Der Kreml warnte die US-Regierung nachdrücklich vor einer solchen Lieferung. Russlands Ex-Präsident und Sicherheitsrats-Vizechef Dmitrij Medwedew deutete gar eine mögliche Gegenreaktion mit Atomwaffen an. Trump und Putin hatten sich Mitte August im US-Bundesstaat Alaska getroffen. Das Treffen brachte aber keinerlei Fortschritte hinsichtlich einer Waffenruhe im seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Vielmehr setzte Russland seine Attacken mit unverminderter Härte fort. Trump hatte im Wahlkampf erklärt, er werde den Krieg gegen die Ukraine nach seinem Amtsantritt im Januar innerhalb von "24 Stunden" beenden. Zuletzt äußerte er sich wiederholt enttäuscht und ungehalten über das Verhalten des russischen Staatschefs. Das Verhältnis zwischen Trump und Selenskyj hatte sich dagegen in den vergangenen Monaten zusehends gebessert.