Datum03.12.2025 08:44
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem Brand in einer Grundschule in Hannover, der das Gebäude unbrauchbar machte, wird der Unterricht für 370 Schüler am Montag in einer nahegelegenen Schule fortgesetzt. Die Schüler werden per Bus transportiert, während eine Notbetreuung für berufstätige Eltern bereitgestellt wird. Der Brandschaden wird auf zwei Millionen Euro geschätzt, und die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Der Umzug an den neuen Standort soll bis mindestens Sommer 2026 erfolgen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Brand in Hannover“. Lesen Sie jetzt „Nach Brand einer Grundschule - Unterricht geht bald weiter“. Nach einem Brand einer Grundschule in Hannover soll der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler regulär am Montag weitergehen. Die 370 Kinder werden dafür vorübergehend in einer vier Kilometer entfernten Schule unterrichtet und mit Bussen zum neuen Standort transportiert, wie die Stadt mitteilte. Am Samstag war an der Grundschule ein Brand ausgebrochen, das Gebäude ist nicht mehr nutzbar. Der Unterricht entfiel am Montag und Dienstag, ab sofort gibt es eine Notbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern. "Auch wenn die Auswirkungen des Brandes auf die Schule und den Stadtteil erheblich sind und noch lange spürbar sein werden – die dringendste Aufgabe war es, den betroffenen Kindern schnellstmöglich ein adäquates Angebot zu machen", sagte Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) in einer Mitteilung. Laut dem Fachbereichsleiter Schule, Hans-Jürgen Licht, arbeitet man derzeit "mit Hochdruck" daran, die Räumlichkeiten für den Einzug der Schüler herzurichten und auszustatten. "Der Ausweichstandort steht zur Verfügung, weil es sich um eine aufwachsende Schule handelt, an der aktuell erst 77 Kinder unterrichtet werden." Der Unterricht soll dort bis mindestens zu den Sommerferien 2026 stattfinden. Bis dahin werde man an weiteren Lösungen arbeiten, hieß es. Schon ab diesem Mittwoch werden knapp 150 Schülerinnen und Schüler für die Notbetreuung mit einem Busshuttle zum neuen Standort gebracht. Rund 130 Kräfte der Feuerwehr löschten den Brand am Samstagnachmittag, einzelne Glutnester wurden erst am Sonntagvormittag gelöscht. Ein Gutachter schätzte den Schaden auf rund zwei Millionen Euro. Am Tatort gefundene Spuren und Brandmuster sprechen laut Polizei für Brandstiftung. Teile des Daches sind nach Angaben der Stadt eingestürzt, weitere Teile einsturzgefährdet. Das Feuer zerstörte die Aula, angrenzende Flure sowie Teile des Ganztagsbereichs und die Sanitäranlagen. Das Löschwasser beschädigte darüber hinaus die vorgelagerten Flure. © dpa-infocom, dpa:251203-930-373004/1