Datum02.12.2025 16:05
Quellewww.spiegel.de
TLDRDas Verkehrsministerium hat 23 Neubauprojekte für Autobahnen und Bundesstraßen in 12 Bundesländern genehmigt, mit einem Investitionsvolumen von 4,3 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt liegt auf Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Verkehrsminister Patrick Schnieder betont die Verbesserung der Infrastruktur, trotz möglicher negativer Begleiterscheinungen wie Stau. Der Koalitionsausschuss plant zudem zusätzliche Mittel für die Instandhaltung von Brücken und Tunneln. Kritik kommt von den Grünen, die auf die Überlastung des Straßennetzes hinweisen.
InhaltDas Verkehrsministerium gibt 23 Bauvorhaben an Bundesstraßen und Autobahnen frei, besonders viele davon in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Insgesamt soll bald in zwölf Bundesländern gebaut werden. Der Überblick. Verkehrsminister Patrick Schnieder hat die Baufreigabe für Neubauprojekte bei Autobahnen und Bundesstraßen erteilt. "Endlich Baustelle", sagte der CDU-Minister. Mancher verbinde damit Stau, Umleitung und Lärm. Es sei aber vor allem ein Versprechen, dass es losgehe und es Verbesserungen gebe. Die Länder und die Autobahn GmbH könnten jetzt die Ausschreibungen einleiten und dann mit dem Bau beginnen. Laut dem Verkehrsministerium geht es um 16 Bundesstraßen- und sieben Autobahn-Neubauprojekte in zwölf Bundesländern. Dabei sollen Baulücken geschlossen oder Ortsumgehungen fertiggestellt werden. Baden-Württemberg Bayern Brandenburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen Der Bund investiert für die Bundesstraßen 710 Millionen Euro, bei den Autobahnen sind es 3,6 Milliarden. Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hatte sich im Oktober darauf verständigt, in den Jahren 2026 bis 2029 zusätzlich drei Milliarden Euro im Infrastruktur-Sondertopf für den Erhalt von Brücken und Tunneln bereitzustellen. Kritik kam dagegen von den Grünen im Bundestag: "Wir haben heute schon mehr Straßennetz, als wir nachhaltig instandhalten können. In dieser Situation bedeutet jedes Neubauprojekt, dass der Anteil der Straßen, die nicht instandgehalten werden können, noch größer wird", so Grünen-Haushaltsexpertin Paula Piechotta. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie begrüßte die Baufreigabe.