Datum02.12.2025 10:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Aufträge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau zeigen eine Erholung mit einem preisbereinigten Zuwachs von 4 Prozent im Oktober im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich durch Bestellungen aus dem Nicht-EU-Ausland (+9%). Dennoch bleibt die Branche auf niedrigem Niveau, mit einem realen Rückgang von 1 Prozent in den ersten zehn Monaten des Jahres. VDMA-Chefvolkswirt Gernandt warnt vor fehlenden Impulsen im globalen Handel und verweist auf die schwachen Auftragseingänge im Vorjahr.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Große Order aus Übersee“. Lesen Sie jetzt „Aufträge für Maschinenbau erholen sich von Einbruch“. Die Aufträge für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau erholen sich wieder. Nach einem desaströsen September berichtet der Branchenverband VDMA für den Oktober von einem preisbereinigten Bestellzuwachs von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dafür sorgten allein Order aus dem Nicht-EU-Ausland, die um 9 Prozent kletterten. Die Bestellungen aus dem Inland und aus den Euro-Ländern verharrten hingegen auf Vorjahresniveau. VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt sieht aber nur eine Konsolidierung auf niedrigem Niveau. Nach zehn Monaten habe die Branche im laufenden Jahr real ein Prozent weniger Bestellungen bekommen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Zudem habe der Oktober 2024 zu den schwächsten Monaten des Vorjahres gehört. "Die Maschinenbauindustrie tritt weiter auf der Stelle", erklärt Gernandt. Es fehlten die benötigten Aufbruchsignale im globalen Handel und die versprochenen wirtschaftlichen Reformen zur Entlastung der Betriebe. Im September hatten die Auftragseingänge der Unternehmen nach Angaben des Verbandes bereinigt um Preissteigerungen (real) um knapp ein Fünftel (19 Prozent) unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Für den weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum von August bis Oktober 2025 ergibt sich so ein Orderminus von 6 Prozent. © dpa-infocom, dpa:251202-930-368384/1