Datum16.10.2025 14:43
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Schwanau streitet die Gemeinde über die Rückkehr von Blumenkübeln, die auf dem Gelände des Maschinenherstellers Herrenknecht entfernt wurden. Bürgermeister Marco Gutmann fordert die Wiederherstellung der Straßenmöblierung zur Verkehrszähmung in einer Tempo-30-Zone. Ein Zeitplan dafür fehlt, da rechtliche Fragen geklärt werden müssen. Herrenknecht hatte die Kübel aufgrund potenzieller Gefährdungen im Straßenraum abgeräumt. Das Landratsamt unterstützt die Gemeinde in der Initiative zur Gestaltung der Straße zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Straßenmöblierung“. Lesen Sie jetzt „Blumenkübel-Streit in Schwanau - Gemeinde pocht auf Rückkehr“. Im badischen Schwanau gelangen örtliche Blumenkübel auf dem Areal des Maschinenherstellers Herrenknecht - die Gemeinde im Ortenaukreis pocht nun darauf, dass die großen Pflanzenbehälter wieder auf ihren ursprünglichen Platz in einer Tempo-30-Zone zurückkehren. "Die Möblierung in den beiden Straßenzügen muss wiederhergestellt werden", sagte Bürgermeister Marco Gutmann (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Es werde mit dem Unternehmen und Behörden gesprochen, um zu einer Lösung zu kommen, sagte der Rathauschef. Einen Zeitplan dafür gebe es aber bisher nicht. "Es müssen noch rechtliche Fragestellungen final geklärt werden." Es könnte bei der Straßenmöblierung an der betreffenden Stelle nachjustiert werden, sagte Gutmann. Er brachte die Beschilderung der Kübel ins Gespräch und sprach von rot-weißen Barken, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Konzernchef Martin Herrenknecht hatte die "viel zu kleinen Katzenaugen" kritisiert, die nicht sichtbar seien. Der Familienkonzern Herrenknecht hatte bestätigt, dass der Gründer mehrere Pflanzenbehälter entfernen ließ. Ein Grund dafür waren laut Unternehmen potenzielle Gefährdungen im Straßenraum. Rund 20 Blumenkübel waren laut Gemeinde vor rund zwei Monaten aufgestellt worden. Ein Teil der Behälter steht laut Unternehmen nun bei Herrenknecht. Es stellt große Tunnelbohrmaschinen her und beschäftigt rund 5.000 Menschen. Das zuständige Landratsamt teilte auf Anfrage in Offenburg mit, die Behörde habe gemeinsam mit der Gemeinde ein Möblieren der Straße - dazu zählten auch die Pflanzenkübel - als ein geeignetes Mittel gesehen, um den Verkehr zu beruhigen. "Solche Gestaltungselemente tragen dazu bei, das Straßenbild im Sinne der angeordneten Verkehrsregelung klar zu strukturieren und das Geschwindigkeitsniveau zu senken", berichtete ein Sprecher. Das sei weiter die Auffassung der Behörde. Ob und wann nun wieder eine Möblierung erfolge, sei Sache der Gemeinde. © dpa-infocom, dpa:251016-930-170191/1