Generation Deutschland: AfD in Herford zieht Mitglied nach fragwürdiger Rede aus Stadtrat ab

Datum01.12.2025 12:59

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einer umstrittenen Rede von Alexander Eichwald bei der Gründung der AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" wurde er aus der AfD-Fraktion im Herforder Stadtrat abgezogen. Ein Parteiausschlussverfahren ist in Vorbereitung. Eichwalds Auftritt, der an Adolf Hitlers Stil erinnerte, hat interne und öffentliche Diskussionen ausgelöst, ob es sich um Satire handelte. Der Bielefelder AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Kneller betont Eichwalds Neuheit in der Partei und die schnelle Reaktion der AfD auf den Vorfall.

InhaltNach dem bizarren Auftritt von Alexander Eichwald bei der Gründung der AfD-Jugend zieht der Ortsverband Konsequenzen. Auch aus der Partei soll er ausgeschlossen werden. Nach dem viel diskutierten Auftritt des AfD-Mitglieds Alexander Eichwald bei der Gründungsveranstaltung der neuen Jugendorganisation am Wochenende hat ihn die AfD in Herford aus ihrer Fraktion im dortigen Stadtrat abgezogen. Zudem laufen im AfD-Kreisverband die Vorbereitungen für ein Parteiausschlussverfahren gegen Eichwald, wie der Bielefelder AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Kneller der Nachrichtenagentur dpa sagte. Eichwald hatte sich in Gießen für einen Vorstandsposten in der dort neu gegründeten Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) beworben. In seiner Bewerbungsrede fuchtelte er mit dem Finger und verbreitete mit rollendem "R" ultrarechte Parolen. Der Auftritt erinnerte in Ton und Stil an NS-Reichskanzler Adolf Hitler. AfD-intern und im Netz läuft seitdem eine Diskussion darüber, ob es sich um eine Satireaktion handelte. Eichwald sei erst seit ein paar Wochen in der AfD, sagte Kneller. Es kenne ihn kaum jemand. "Und diejenigen, die ihn kannten, sagen, dass er nie das R gerollt hat", fügte er hinzu. Er habe sich bisher unauffällig verhalten. Das spreche dafür, dass sein Auftritt in Gießen eine Aktion gewesen sei, sagte Kneller – ob auf eigene Faust oder im Auftrag Dritter, sei Spekulation. Die AfD sei sich sofort einig gewesen und leite alles in die Wege, "um ihn überall dort, wo es gehe, loszuwerden."  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.