Datum01.12.2025 12:29
Quellewww.spiegel.de
TLDRNach schweren Unwettern in Indonesien, Thailand, Malaysia und Sri Lanka sind über 1000 Menschen gestorben, Hunderte werden vermisst. Ein Tropensturm verursachte in der Straße von Malakka heftige Regenfälle und Erdrutsche, besonders in Indonesien, wo alleine 502 Tote gemeldet wurden. Auch in Sri Lanka sind mindestens 340 Todesopfer zu beklagen, und in Thailand starben 176 Menschen. Die Regierungen konzentrieren sich auf Hilfsmaßnahmen für die betroffenen und von der Außenwelt abgeschnittenen Gebiete.
InhaltIn mehreren Ländern Asiens haben schwere Unwetter über Tage hinweg verheerende Schäden angerichtet. Die Todeszahlen steigen, Hunderte Menschen werden vermisst. Mehr als 1000 Menschen sind bei den schweren Unwettern in mehreren Ländern Südostasiens gestorben. Besonders betroffen sind Indonesien, Thailand und Malaysia. Ein seltener Tropensturm hatte sich in der Straße von Malakka gebildet und für heftige Regenfälle und Windböen gesorgt. Der Dauerregen zwang verzweifelte Bewohner, sich auf den Dächern festzuklammern und auf Rettung per Boot oder Hubschrauber zu warten. Ganze Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Mindestens 502 Todesopfer wurden am Montag allein aus Indonesien gemeldet. Zuletzt war von etwa 300 Toten die Rede, mehr als 400 Menschen werden weiterhin vermisst. "Das Schlimmste ist hoffentlich überstanden", sagte Indonesiens Präsident Prabowo Subianto in Nordsumatra. Die Region war am stärksten betroffen, heftige Regenfälle auf dem steilen Terrain hatten Erdrutsche ausgelöst, ländliche Straßen weggespült und wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen, so die Behörden. Die Regierung konzentriere sich nun vorrangig darauf, schnellstmöglich die notwendige Hilfe zu leisten, insbesondere für die von der Versorgung abgeschnittenen Gebiete. In Sri Lanka meldeten die Behörden am Montag mindestens 340 Todesopfer infolge der sintflutartigen Regenfälle. Viele Menschen würden noch immer vermisst. In Sri Lankas Hauptstadt Colombo waren die nördlichen Viertel infolge des raschen Anstiegs des Flusses Kelani überflutet worden. Über Nacht erreichte das Hochwasser seinen Höchststand. Da es mittlerweile aufgehört hat zu regnen, hofften die Menschen auch auf den Rückgang des Wassers. Einige Läden und Büros öffneten bereits wieder. Auch in Thailand führte der Starkregen zu schweren Überschwemmungen. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens 176 Menschen ums Leben. Die Behörden sprachen am Montag von einer der schwersten Überflutungen in dem südostasiatischen Land seit zehn Jahren. Mehr zu den Unwettern lesen Sie hier.