Datum16.10.2025 13:26
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem Zugunglück in Riedlingen, bei dem drei Menschen starben und viele verletzt wurden, bleibt die Bahnstrecke länger gesperrt als ursprünglich geplant. Der Verkehr soll erst ab dem 14. Dezember wieder aufgenommen werden. Die Reparaturen umfassen den Austausch von etwa 700 Metern Schienen und 500 Betonschwellen. Ursprünglich war eine Wiederinbetriebnahme zum 3. November vorgesehen. Ein Erdrutsch, ausgelöst durch Starkregen, wird als Ursache für die Entgleisung vermutet. Busse bleiben vorläufig für die Fahrgäste im Einsatz.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bauarbeiten“. Lesen Sie jetzt „Strecke nach Zugunglück in Riedlingen bleibt länger gesperrt“. Nach dem schweren Zugunglück in Riedlingen mit drei Toten und Dutzenden Verletzten bleibt die Bahnstrecke doch länger gesperrt als geplant. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass der Verkehr erst ab dem 14. Dezember wieder rollen wird, wie eine Sprecherin mitteilte. Ursprünglich sollte die Züge zum Ende der Herbstferien mit Schulstart am 3. November zwischen Munderkingen und Riedlingen wieder fahren. Eine Hangsicherung sei aber aufwendiger als geplant. Für Fahrgäste seien weiter Busse im Einsatz. Die Bahn plant die Gleise im Bereich der Unfallstelle im Kreis Biberach auf einer Länge von rund 300 Metern zu erneuern. Das bedeute den Austausch von fast 700 Metern Schienen und rund 500 Betonschwellen. Zudem müssten auch Signalkabel ausgetauscht werden. Eine Oberleitung gibt es dort nicht, da die Strecke nicht elektrifiziert ist. Entgleist war am 27. Juli ein Triebwagen, der mit Diesel betrieben wurde. Kurz vor dem Unglück hatte es ein schweres Unwetter mit Starkregen in der Region gegeben. Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass ein durch das viele Regenwasser ausgelöster Erdrutsch direkt an der Strecke die Entgleisung verursachte. Mehrere Waggons verkeilten sich ineinander. Der erste Wagen wurde eine Böschung hinauf geschoben und prallte gegen einen Baum, wobei die Front abriss. Der genaue Hergang und wird weiter untersucht. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich in den Tagen nach dem Unfall wegen des unwegsamen Geländes schwierig und dauerten länger als zunächst erwartet. Mit einem Kran wurden die teilweise völlig zerstörten Waggons von der Unfallstelle gehoben und mit Tiefladern abtransportiert.Drei Menschen wurden bei dem Unglück getötet – der Lokführer, ein Auszubildender der Bahn sowie eine 70 Jahre alte Reisende. Mehr als 30 Fahrgäste wurden teilweise lebensgefährlich verletzt. © dpa-infocom, dpa:251016-930-169598/2