Bundesregierung: Ostbeauftragte: Vermögen muss anders verteilt werden

Datum29.11.2025 11:08

Quellewww.zeit.de

TLDRElisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte der Bundesregierung, fordert eine Neubewertung der Vermögensverteilung in Deutschland. Trotz ihrer anfänglichen Zweifel an der Notwendigkeit des Postens sieht sie weiterhin eine starke Vertretung ostdeutscher Interessen als wichtig an, da die Unterschiede zwischen Ost und West in Bereichen wie Einkommen und Wirtschaftskraft nach wie vor bestehen. Kaiser betont, dass die Ungleichheit nicht akzeptiert werden darf und fordert Maßnahmen zur gerechten Verteilung von Wohlstand und Vermögen, auch um die Kluft zwischen Arm und Reich im Westen zu adressieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bundesregierung“. Lesen Sie jetzt „Ostbeauftragte: Vermögen muss anders verteilt werden“. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hält eine Vertretung ostdeutscher Interessen in der Bundesregierung weiterhin für nötig. Bevor sie ihr Amt angetreten habe, habe sie sich selbst gefragt, warum es den Posten einer Ostbeauftragten noch gebe, sagte Kaiser in einem Interview mit der "Freien Presse". Doch wenn man auf Faktoren, wie Unternehmenskapital, Eigentum, Einkommen, Renten oder die Wirtschaftskraft insgesamt schaue, sei die ehemalige deutsch-deutsche Grenze noch genau erkennbar. "Und so lange das so ist, wird eine starke Stimme innerhalb der Bundesregierung für die ostdeutschen Interessen gebraucht. Von einem starken Osten profitiert das ganze Land", sagte Kaiser. Die Ungleichheit dürfe nicht einfach so hingenommen werden. "Wir müssen uns die Frage stellen, wie Wohlstand und Vermögen in Deutschland anders verteilt werden können. Nicht nur in Bezug auf Ost und West, auch im Westen gibt es natürlich eine Kluft zwischen Arm und Reich. In Deutschland werden Vermögen in einem Umfang vererbt, den man durch Leistung nie erreichen kann. An das Thema müssen wir ran", sagte die Ostbeauftragte. © dpa-infocom, dpa:251129-930-357722/1