Datum29.11.2025 10:38
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Schleswig-Holstein fehlen in diesem Jahr über 9.000 Kitaplätze, was 13,4 Prozent der Kinder mit Betreuungsbedarf betrifft. Dies geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Bundesweit fehlen insgesamt für etwa 300.000 Kinder unter drei Jahren Plätze, was einer Quote von 14,2 Prozent entspricht. Die Studie zeigt regionale Unterschiede auf, wobei die größten Probleme im Westen Deutschlands verzeichnet werden. Die Berechnungen basieren auf Befragungen und Statistiken des Statistischen Bundesamts.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Studie zu Kitaplätzen“. Lesen Sie jetzt „Studie: In Schleswig-Holstein fehlen über 9.000 Kitaplätze“. In Schleswig-Holstein fehlen in diesem Jahr 9.300 Kita-Plätze. Damit gehen in dem nördlichsten Bundesland 13,4 Prozent der Kinder, für die es Bedarf gibt, leer aus, wie aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zum Vergleich: Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt diese Quote bei 18 Prozent. Die geringste Quote weist Mecklenburg-Vorpommern mit vier Prozent auf. Bundesweit fehlen den Angaben zufolge für rund 300.000 Kinder unter drei Jahren Kitaplätze. Damit haben 14,2 Prozent der unter Dreijährigen mit Betreuungsbedarf keinen Platz. In die Berechnung des arbeitgebernahen Instituts wurde eine repräsentative Befragung der Regierung zu den Betreuungswünschen mit berücksichtigt. Das IW verwendete zudem Betreuungs- und Gesamtdaten des Statistischen Bundesamts zu Kindern. Wie verbreitet es ist, dass Wunsch und Wirklichkeit bei der Kinderbetreuung auseinanderklaffen, hängt vom Wohnort ab. In Ostdeutschland haben laut Studie 7,3 Prozent der Kinder unter drei mit Bedarf keinen Platz - in Westen 15,6 Prozent. Für wie viel Prozent aller Kinder unter drei mit Betreuungsbedarf fehlt in den einzelnen Ländern also ein Betreuungsplatz? Das zeigt diese Liste der Betreuungslücken (alphabetisch): In Baden-Württemberg sind das 13,6 Prozent; in Bayern 12,8; Berlin 10,6; Brandenburg 6,1; Bremen 18,9; Hamburg 8,9; Hessen 16,8; Mecklenburg-Vorpommern 4; Niedersachsen 16,3; NRW 18; Rheinland-Pfalz 18,7; Saarland 18,5; Sachsen 6,3; Sachsen-Anhalt 4,3; Schleswig-Holstein 13,4 und in Thüringen 8,2 Prozent. Ins Verhältnis gesetzt hat das IW hierbei die Zahl der Eltern, die nach eigenen Angaben Betreuungsbedarf haben, mit der Zahl der betreuten Kinder. © dpa-infocom, dpa:251129-930-357581/1