Datum16.10.2025 12:35
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer in Berlin prognostizieren einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, die im September bei 10,3 Prozent lag. Insbesondere das Gastgewerbe sieht sich starkem Druck ausgesetzt, da 55 Prozent der Unternehmen mit sinkender Beschäftigung rechnen. Die Konsumlaune in Deutschland ist schwach, was sich auch auf die Zahl der Besucher und Übernachtungen in Berlin auswirkt. Insgesamt bleibt die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stabil, jedoch könnten diese in Zukunft stagnieren oder sinken.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Arbeitsmarkt“. Lesen Sie jetzt „Wirtschaftsverbände erwarten mehr Arbeitslosigkeit in Berlin“. Die Arbeitslosigkeit in Berlin wird nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer in den kommenden Monaten weiter steigen. "Ich würde eher davon ausgehen, dass sich das fortsetzen wird, als dass da eine Aufhellung stattfinden wird", sagte Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, in Berlin. Im September lag die Arbeitslosenquote in Berlin bei 10,3 Prozent – und damit 0,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten blieb im Jahresvergleich nahezu gleich. Henrik Vagt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, geht davon aus, dass diese Zahl stagnieren oder wieder sinken wird. Besonders groß ist der Druck den Verbänden zufolge im Gastgewerbe. In der aktuellen Konjunkturumfrage sagten 55 Prozent der befragten Unternehmen dieser Branche, dass sie mit sinkender Beschäftigung rechnen. Mit steigender Beschäftigung rechnet dagegen keines der befragten Unternehmen. Vagt betonte, dass die Konsumlaune in Deutschland derzeit insgesamt schwach sei – im Gastgewerbe sei das stark zu spüren. "50 Prozent dieser Unternehmen beurteilen die aktuelle Lage als schlecht, nur vier Prozent berichten uns von einer positiven Lage", sagte Vagt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres kamen rund 5,9 Millionen Besucherinnen und Besucher in die Hauptstadt, wie das Amt für Statistik mitteilte. Das waren 1,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2024. Bei den Übernachtungszahlen war der Rückgang mit knapp drei Prozent noch deutlicher. Vagt erklärte, dass zudem die Berlinerinnen und Berliner selbst zurückhaltender etwa beim Restaurant-Besuch seien. © dpa-infocom, dpa:251016-930-169239/1