Datum17.08.2026 12:59
Quellewww.zeit.de
TLDRLaut der Barmer leidet fast jedes vierte Hamburger Kind im Kita-Alter (22,8%) an Sprach- oder Sprechstörungen, Jungen sind häufiger betroffen. Dies betrifft über 16.500 Kinder und hat sich seit 2005 mehr als verdreifacht. Zusätzlich weisen 6,7% motorische Entwicklungsstörungen auf. Die Krankenkasse betont die Wichtigkeit dieser Fähigkeiten für den Schulstart und rät Eltern zur frühzeitigen ärztlichen Abklärung von Auffälligkeiten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schulstart in Hamburg“. Lesen Sie jetzt „Barmer: Kinder im Kita-Alter mit Sprech- oder Sprachstörung“. Fast jedes vierte Kind im Kita-Alter in Hamburg hat Schwierigkeiten mit der Sprache, dem Sprechen oder der Motorik. Das geht aus dem Kinderatlas der Krankenkasse Barmer hervor. Demnach hatten 2024 rund 22,8 Prozent der Hamburger Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, eine ärztlich dokumentierte Sprach- oder Sprechstörung. Das entspreche mehr als 16.500 Mädchen und Jungen. Der Wert habe sich im Vergleich zu 2005 mehr als verdreifacht. Zudem seien bei 6,7 Prozent der Kinder unter sechs Jahren motorische Entwicklungsstörungen festgestellt worden. Hochgerechnet seien das rund 7.200 Kinder. In beiden Fällen seien Jungen häufiger betroffen als Mädchen. Gerade mit Blick auf den Schulstart seien diese Fähigkeiten wichtig, sagte Barmer-Landesgeschäftsführerin Susanne Klein laut Mitteilung. "Kinder brauchen von Anfang an Gelegenheiten zum Sprechen, Spielen und Bewegen, um sich gesund zu entwickeln." Sie empfahl Eltern, mögliche Auffälligkeiten deshalb frühzeitig kinderärztlich abklären zu lassen. "Je früher Unterstützung beginnt, desto besser sind die Entwicklungschancen der Kinder." Für die Auswertung der Sprech- und Sprachstörungen wurden Daten von Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren berücksichtigt, bei den motorischen Störungen Daten von Kindern bis zum Alter von fünf Jahren. © dpa-infocom, dpa:260817-930-541926/1