Datum17.08.2026 12:22
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach plant im Falle einer Wahl ein Millionenprogramm für die Drogenhilfe. Sein "Berliner Modell 2.0" sieht ab 2027 zunächst eine Million Euro vor, die bis 2030 auf 25 Millionen Euro jährlich ansteigen soll. Angesichts von 300 Drogentoten 2025 und langen Wartezeiten in Beratungsstellen will Krach die Finanzierung aufstocken, um die Problematik zu bewältigen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wahl im September“. Lesen Sie jetzt „SPD-Spitzenkandidat will Millionen in Drogenhilfe stecken“. Der Berliner SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Steffen Krach, hat ein zusätzliches Millionenprogramm für die Drogen- und Suchthilfe vorgestellt. In einer Presserunde präsentierte er ein sogenanntes Berliner Modell 2.0 gegen die Drogenkrise. Als Sofortprogramm sieht Krachs Konzept für 2027 rund eine Million Euro zusätzlich vor. In den Folgejahren soll der Betrag seinem Konzept nach schrittweise steigen – bis 2030 auf bis zu 25 Millionen Euro pro Jahr. Klar koste das Geld, sagte Krach, aber: "Eine Summe von 25 Millionen Euro ist etwas, was sich so ein Land wie Berlin leisten kann." Der Berliner Landeshaushalt beträgt etwa 45,5 Milliarden Euro für 2026 und 46,5 Milliarden Euro für 2027. Ein paar Beispiele: Suchtexperten kritisieren, dass es in den Beratungsstellen zu wenig Personal und einen zu hohen Bürokratieaufwand gebe. Für einen Ersttermin müssten Betroffene zum Teil zwischen vier und sechs Wochen warten, sagte Rolf Glemser, der die integrierte Suchtberatungsstelle in Lichtenberg leitet. Das sei zu lang. Im Jahr 2025 starben in Berlin 300 Menschen an den Folgen des Drogenkonsums. Das ist ein Höchststand. © dpa-infocom, dpa:260817-930-541614/1