Datum17.08.2026 11:08
Quellewww.zeit.de
TLDRNRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen fordert nach Waldbränden in Deutschland und Belgien, Lehren aus den Ereignissen zu ziehen und präventive Maßnahmen zu verstärken. Sie betont die Notwendigkeit eines nachhaltigen Waldumbaus mit klimaanpassungsfähigeren Bäumen. Fast alle Waldbrände sind laut Gorißen menschengemacht. Über temporäre Waldbetretungsverbote wird diskutiert, jedoch werden diese als keine absolute Lösung betrachtet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Waldbrände“. Lesen Sie jetzt „Ministerin Gorißen: Müssen aus den Waldbränden lernen“. Die Waldbrände in Deutschland und Belgien zeigen laut NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen, dass es künftig mehr Maßnahmen braucht, um Schäden solchen Ausmaßes zu verhindern. Man habe bereits zahlreiche Schritte ergriffen, müsse aber immer fragen, wo man besser werden könne, sagte die CDU-Politikerin im WDR. "Da ist man nie fertig." Im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien direkt an der Grenze zu Deutschland brennt es seit Tagen. Rund 30 Bewohner der grenznahen Eifelstadt Monschau in NRW waren aus dem Ortsteil Kalterherberg am Sonntagabend wegen möglicher starker Rauchbelastung evakuiert worden. In 20 Kilometer Entfernung ist der Brand in Hürtgenwald nach mehreren Tag-und-Nacht-Einsätzen nun unter Kontrolle. Gorißen betonte: "Wir befassen uns nachhaltig mit dem Waldumbau, um da auch wirklich mehr Bäume im Wald zu haben, die nicht so schnell Feuer fangen und die auch an das Klima besser angepasst sind." Sobald die aktuellen Großbrände gelöscht und wieder etwas Ruhe eingekehrt sei, werde man prüfen müssen, was man vorbeugend verbessern könne, betonte sie im WDR. Zu 99 Prozent sind Waldbrände der Ministerin zufolge "menschengemacht." Es werde auch über ein temporäres generelles Waldbetretungsverbot diskutiert. Ein landesweites Verbot sei aber auch eine juristische Frage, zudem werde es damit "keine absolute Lösung" gegen Waldbrände geben. © dpa-infocom, dpa:260817-930-541125/1