Europäische Union: Apple ändert in der EU die Abfrage zu App-Tracking

Datum17.08.2026 11:10

Quellewww.zeit.de

TLDRApple passt in der EU die Abfrage zum App-Tracking nach Kritik von Wettbewerbshütern an. Das Wort "Tracking" entfällt, und Nutzer können nach einem Jahr erneut gefragt werden. Die Zustimmung wird hervorgehoben, während die Ablehnungsoption weiter nach unten rückt. Dies beendet eine Untersuchung des Bundeskartellamts und gibt Drittanbietern mehr Möglichkeiten. Die Änderungen gelten nur für EU-Nutzer.

InhaltDie Abfrage auf Apple-Geräten, ob Nutzer der Verarbeitung von Daten in Apps zustimmen, stieß seit längerem auf Kritik. Nun wird die Gestaltung der Auswahlseite angepasst. Der US-Konzern Apple passt nach Kritik von Wettbewerbshütern die Abfrage zum App-Tracking auf iPhones in der Europäischen Union an. Mit der Änderung endet eine Untersuchung der Funktion durch das Bundeskartellamt. "Apple wird die Nutzerabfragen nun deutlich angleichen und den Drittanbietern von Apps mehr Möglichkeiten geben, die erforderlichen Abfragen sinnvoll miteinander zu verbinden", sagte der Chef der ​Bonner Behörde, Andreas Mundt. Neben den Kartellbehörden gab es auch aus der Werbeindustrie Kritik. Apple verweist auf ein Recht der Userinnen und User auf Datenschutz. Zu den Änderungen gehört, dass das Wort "Tracking" auf der Auswahlseite nicht mehr vorkommt. Außerdem bekommen die App-Betreiber die Möglichkeit, Nutzerinnen und Nutzer nach einem Jahr wieder nach einer Erlaubnis zu fragen, deren Aktivität bei anderen Anwendungen und Websites zu verfolgen. Die Platzierung der Buttons zum Ablehnen oder Erlauben sollen zudem getauscht werden, sodass die Auswahlmöglichkeit "Erlauben" künftig an erster Stelle stehen wird. Die neue Version der Abfrage wird nur Nutzerinnen und Nutzern in der EU angezeigt. Dabei spielt das Herkunftsland des betreffenden Geräts keine Rolle. Eine Ausnahme gibt es laut Apple in Polen, wo es einen anderen Zeitplan gebe. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.