Datum17.08.2026 10:05
Quellewww.zeit.de
TLDRÜber 80 Jahre nach Kriegsende werden in Bayern täglich noch Weltkriegsmunition und Blindgänger gefunden. Der Kampfmittelräumdienst beseitigte 2023 über 100 Tonnen Kampfmittel, was Mehrkosten für Steuerzahler bedeutet. Besonders in früheren Bombardierungsgebieten wie München, Nürnberg, Würzburg und Augsburg ist mit weiteren Funden zu rechnen. Die Bevölkerung wird dringend davor gewarnt, die Sprengkörper selbst anzufassen; stattdessen soll sofort die Polizei informiert werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriegsfolgen“. Lesen Sie jetzt „Noch immer wird fast täglich Weltkriegsmunition gefunden“. Auch mehr als 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Bayern noch fast täglich Bombenblindgänger, Munition und andere Kampfmittel gefunden. Im vergangenen Jahr beseitigte der Kampfmittelräumdienst mehr als 100 Tonnen Bomben, Granaten und Munition, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit. Das seien 13 Tonnen mehr als im Jahr 2024. Den Steuerzahler kostete die Beseitigung im vergangenen Jahr knapp 1,9 Millionen Euro. "Vor allem in den Gegenden, die während des Krieges im Fokus von Bombardierungen standen, müssen wir auch weiterhin damit rechnen, Blindgänger zu finden", sagte der Innenminister. Die Alliierten hatten im Krieg vor allem die Großstädte München, Nürnberg, Würzburg und Augsburg mit ihren Industrieanlagen und Verkehrsknotenpunkten ins Visier genommen. Herrmann warnte die Bevölkerung, bei Zufallsfunden selbst tätig zu werden. Die Sprengkörper dürften keinesfalls angefasst werden, in jedem Fall müsse die Polizei verständigt werden. Eltern sollten ihre Kinder auf die Gefahren solcher Funde hinweisen. © dpa-infocom, dpa:260817-930-540796/1