Waldbrand in Belgien: Feuer rückt nicht weiter Richtung Deutschland vor

Datum17.08.2026 09:32

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer Waldbrand im belgischen Hohen Venn, der größte in der jüngeren Geschichte Belgiens, breitet sich nicht weiter nach Deutschland aus. Dank des Regens und der Bemühungen der Feuerwehr, unterstützt durch die Bundeswehr mit Löschhubschraubern, gibt es Hoffnung auf Entspannung. Der Torfboden erschwert die Löscharbeiten. Einige Anwohner mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen. Die Ursache des Brandes wird untersucht.

InhaltDie Feuerwehren kämpfen weiter gegen den Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien. Die Bundeswehr schickt Löschhubschrauber. Grund zur Hoffnung gibt es für die Einwohner von Monschau in der Eifel. Der Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien rückt derzeit nicht weiter auf die nahe gelegene deutsche Grenze, doch das Feuer ist noch lange nicht gelöscht. Bei Tageslicht werden die Löschmaßnahmen wieder intensiviert, sagte Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Bürgermeisterin von Monschau, der Nachrichtenagentur dpa. Die Hubschrauber würden wieder ihren Einsatz aufnehmen. Momentan gehe man nicht davon aus, dass das Feuer auf deutsches Gebiet überspringe, sagte Boden. In der Nacht sei das Feuer nicht weiter vorgerückt. Anlass für Hoffnung bietet auch das Wetter. "Im Moment regnet es. Wir erwarten, dass sich die Situation entspannt", sagte Andrea Compes von der Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur AFP. "Wir hoffen auf eine positive Wendung". Etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Die meisten seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen, sagte Boden. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht. Man habe den Betroffenen alle im persönlichen Gespräch die Information überbracht. Sie hätten verständnisvoll reagiert. In einem Fall sei "ein bisschen Diskussion" nötig gewesen, aber grundsätzlich gelte: "Die waren alle ruckzuck bereit zu gehen." Er fügte hinzu: "Wenn man seit zwei Tagen diese Drohung aus dem Venn kommen sieht, dann ist man auch offen dafür." Der Waldbrand im Hohen Venn ist der größte der jüngeren belgischen Geschichte. Die Bekämpfung sei besonders schwierig, erläuterte der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen. "Wir stehen hier vor einem Problem", sagte er. "Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten." Die Staatsanwaltschaft von Lüttich hat dem Bericht zufolge Ermittlungen zur Entstehung des Brands aufgenommen. Die Bundeswehr unterstützt Belgien bei der Bekämpfung des Brands. Zwei NH90-Hubschrauber mit Löschwasserbehältern würden dafür bereitgestellt, teilte das Verteidigungsministerium mit. "Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen."