Datum17.08.2026 09:21
Quellewww.zeit.de
TLDREin Waldbrand bei Gebhardshain im Westerwald, Rheinland-Pfalz, ist unter Kontrolle, doch die Einsatzkräfte bleiben vor Ort für Nachlöscharbeiten. Der Brand war zeitweise bedrohlich nahe an Gebäude herangerückt, weshalb 20 Haushalte evakuiert wurden. Eine Schule blieb am Montag geschlossen. Über 300 Einsatzkräfte waren beteiligt, vier wurden verletzt. Das Waldbrandrisiko sinkt in den kommenden Tagen in Rheinland-Pfalz deutlich.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Großbrand in Rheinland-Pfalz“. Lesen Sie jetzt „Waldbrand im Westerwald: Einsatzkräfte weiter vor Ort“. Nach dem Waldbrand bei Gebhardshain läuft der Einsatz am Montag weiter. "Die Einsatzkräfte sind auch am heutigen Morgen weiter vor Ort", teilte die Gemeinde auf Instagram mit. "Im Laufe des Morgens wird der Kräfteeinsatz nochmals verstärkt, um die weiteren Arbeiten im betroffenen Waldgebiet durchzuführen." Bereits am Sonntagabend war der Brand unter Kontrolle gebracht worden, wie der Landkreis Altenkirchen mitteilte. Für die Nacht waren Nachlöscharbeiten geplant. Am Montagmorgen sollten die Flächen nochmals kontrolliert werden. Zuvor waren es bange Stunden in dem Westerwaldort: Die Flammen des Waldbrandes hatten sich am Sonntagabend bis auf etwa 20 Meter an erste Gebäude herangefressen, bis die Entwarnung kam. Die Lage war zwischenzeitlich so brenzlig, dass eine Straße mit 20 Haushalten rasch evakuiert werden musste. Später durften die Anwohnerinnen und Anwohner wieder zurück in ihre Häuser. Doch auch am Montag wurde gebeten, den Bereich zu meiden. "Bitte ermöglicht den Einsatzkräften, ihre Arbeit ungehindert und sicher durchzuführen." Eine Schule blieb zum Wochenanfang geschlossen, weil Gebäudeteile stark verraucht waren. Insgesamt hatten mehr als 300 Einsatzkräfte auch aus anderen Kreisen am Sonntag versucht, die Flammen einzudämmen, Hubschrauber löschten aus der Luft. Vier Einsatzkräfte erlitten Verletzungen, einer kam ins Krankenhaus. Besonders gefährdet war zwischenzeitlich eine Schule – der Unterricht musste am Montag ausfallen, weil Gebäudeteile stark verraucht waren. Für Feuerwehrleute in Rheinland-Pfalz war es der zweite Großeinsatz binnen weniger Tage: Erst am Freitag waren in der Vordereifel, bei Langscheid, Wald und Wiese in Flammen aufgegangen, auf einer Fläche von rund 50 Hektar. Die letzten Arbeiten – Glutnester aufspüren und löschen – dauerten am Sonntag noch an. Die neue Woche könnte etwas Entspannung bringen: Das Risiko für Waldbrände in Rheinland-Pfalz schwächt sich in den kommenden Tagen voraussichtlich ab. Laut dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes wird am Montag an den meisten Stationen eine mittlere bis geringe Gefahr erwartet. Ab Mittwoch soll sogar überall nur noch Stufe 1 gelten, was bedeutet, dass die Gefahr sehr gering ist. © dpa-infocom, dpa:260817-930-540629/1