Datum29.11.2025 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Justus-Liebig-Universität Gießen hat an einer internationalen Studie zur Ernährung von Fruchtfliegen mitgewirkt. Forscher entdeckten, dass die Vorliebe für süße oder saure Nahrung auf der neuronalen Verarbeitung im Fliegenhirn basiert, nicht nur auf den Geschmackssensoren. Diese Erkenntnisse könnten neue Ansätze zur Insektenkontrolle ermöglichen. An der Studie waren auch Institutionen aus Portugal und der Schweiz beteiligt. Professor Daniel Münch erklärte, dass es weitere Einflussmöglichkeiten auf das Ernährungsverhalten der Insekten geben könnte.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Naturwissenschaft“. Lesen Sie jetzt „Süßes oder Saures? – Gießener Uni erforscht Fruchtfliegen“. Warum lieben bestimmte Fruchtfliegen Süßes, während andere auf Saures fliegen? Die Gießener Justus-Liebig-Universität (JLU) hat sich an einer internationalen Studie über die Nahrung von Fruchtfliegen beteiligt. Die Ergebnisse könnten zu neuen Strategien bei der Insektenkontrolle führen, teilte die JLU mit. Für die Erforschung wurde eine Technik entwickelt, mit der die Aktivität aller Neuronen im Geschmacksverarbeitungszentrum des Fliegenhirns erfasst wurden. So fanden die Forscher heraus, dass die Unterschiede bei der Ernährung auf die Verarbeitung im Gehirn zurückzuführen sind – und nicht, wie zuvor angenommen, von den Geschmackssensoren abhängen. "Bislang gingen wir davon aus, dass wir das Ernährungsverhalten von Insekten beeinflussen können, indem wir die peripheren Sinnesorgane manipulieren", sagte Professor Daniel Münch von der Abteilung Neurophysiologie der Tiere an der JLU. "Unsere Ergebnisse liefern Hinweise darauf, dass es daneben auch andere Angriffspunkte geben könnte." An der Studie waren auch Forschende des Champalimaud Centre for the Unknown in Lissabon (Portugal), der Universität Lausanne (Schweiz) und der Universität Freiburg (Schweiz) beteiligt. © dpa-infocom, dpa:251129-930-356907/1