Nachrichtenpodcast: Warum will die SPD Klimaanpassung zur Gemeinschaftsaufgabe machen?

Datum17.08.2026 06:17

Quellewww.zeit.de

TLDRDie SPD will Klimaanpassung und Naturschutz zur Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz machen und legt einen Aktionsplan gegen Hitze vor. Dies könnte zu einem Regierungsstreit führen, da die CDU zurückhaltend bis ablehnend reagiert. Parallel dazu formieren sich in den USA Proteste gegen den Bau neuer Rechenzentren. Diese verbrauchen enorme Mengen an Strom und Wasser zur Kühlung, was zu Ressourcenknappheit und Umweltbelastung führt.

InhaltDie SPD hat einen Aktionsplan gegen Hitze vorgelegt. Löst er den nächsten Regierungsstreit aus? Und: Proteste gegen Rechenzentren in den USA Das Extremwetter durch den Klimawandel hat Deutschland in diesem Sommer fest im Griff. Nun machen die SPD-Bundesminister mit einem Aktionsprogramm gegen die Hitze einen neuen Vorstoß. Der Plan sieht einen nationalen Hitzeschutzplan, Änderungen im Bauplanungsrecht und einen besseren Schutz für Beschäftigte bei extremen Temperaturen vor. Auch der natürliche Klimaschutz durch Renaturierung von Flüssen und Mooren soll vorangetrieben werden. Zudem fordert die SPD, eine "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" im Grundgesetz zu verankern. Die CDU äußerte sich bis jedoch zurückhaltend bis ablehnend gegenüber der vorgeschlagenen Verfassungsänderung. Politikredakteurin Petra Pinzler hat das Aktionspapier genau gelesen und erklärt, was im Detail drinsteht, ob die Maßnahmen in der Praxis wirklich einen Unterschied machen und ob nun der nächste Streit in der Regierungskoalition bevorsteht. Für den KI-Boom werden weltweit neue Rechenzentren gebaut, die allermeisten davon in den USA. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Anlagen vor Kurzem als "äußerst wichtig" für die US-amerikanische Wirtschaft. Gleichzeitig verbrauchen sie enorm viele Ressourcen: 2028 könnten die Serverfarmen bis zu zwölf Prozent des gesamten US-Stromverbrauchs ausmachen. Allein ein einziges großes Rechenzentrum verbraucht täglich so viel Wasser wie eine mittelgroße Stadt zur Kühlung. Wegen des enormen Ressourcenverbrauchs sowie der Hitze- und Lärmentwicklung formieren sich landesweit Proteste. So auch in Utah: In einer dünn besiedelten Region in der Nähe des Great Salt Lake soll eines der größten Rechenzentren der Welt entstehen: Zweieinhalbmal so groß wie Manhattan soll seine Fläche sein. ZEIT-Korrespondentin Juliane Schäuble war vor Ort und berichtet im Podcast, warum sich die Menschen dort gegen den Bau wehren und die enormen wirtschaftlichen Entwicklungsversprechen die Anwohner nicht überzeugen können. Und sonst so? Fast and Furious im E-Rollstuhl Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Mathias Peer und Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.