Datum29.11.2025 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Rheinland-Pfalz wurden Suizide bei Jugendlichen in Haft in den letzten fünf Jahren als selten beschrieben, mit einem einzigen Fall 2024 in Untersuchungshaft. Das Justizministerium betont die Bedeutung der Suizidprävention, insbesondere bei Neuzugängen, und stellt sicher, dass Gefangene in Krisensituationen sofort medizinisch oder psychologisch betreut werden. Mitarbeiter im Justizvollzug sind geschult, um psychische Krisen zu erkennen. Zum 31. März 2023 waren 181 Jugendliche und Heranwachsende in Haft, ein Anstieg im Vergleich zu 2021.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Haft“. Lesen Sie jetzt „So läuft die Prävention von Suiziden in Haft“. Suizide bei Jugendlichen und Heranwachsenden in Haft sind selten. In den vergangenen fünf Jahren kam es laut Justizministerium zu einem solchen Fall. 2024 habe sich ein heranwachsender Gefangener in Untersuchungshaft das Leben genommen. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Abgeordneten Carl-Bernhard von Heusinger (Grüne) an das rheinland-pfälzische Justizministerium hervor. Gefangene, die sich in einer Krisensituation befänden, einen depressiven Eindruck machten oder Suizidgedanken äußerten, würden unverzüglich dem medizinischen oder dem psychologischen Dienst vorgestellt. Hinweise von anderen Beteiligten wie Angehörigen oder Anwälten würden sehr ernst genommen. "Da die erste Zeit in Haft hohe Risiken der Suizidgefährdung in sich birgt, wird besonderes Augenmerk auf die sogenannten Neuzugänge gelegt", heißt es. Für neue Häftlinge gebe es einen Flyer zu dem Thema in mehreren Sprachen. Krisen träten auch häufig bei Urteilsverkündungen oder Strafantritten auf, hieß es. "Neben gezielten Gesprächen zur Erfassung der psychischen Situation der Gefangenen, die vorwiegend durch den psychologischen Dienst und den Sozialdienst geführt werden, sind alle Mitarbeitenden des Justizvollzugs in der Erkennung und im Umgang mit psychischen Krisen geschult." Nach Angaben des Ministeriums saßen zum 31. März dieses Jahres 181 Jugendliche und Heranwachsende in Haft oder in Untersuchungshaft. 2021 waren es zu diesem Stichtag 150 gewesen. © dpa-infocom, dpa:251129-930-356925/1