Datum16.08.2026 22:01
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie deutsche 4x100-Meter-Mixed-Staffel gewann bei der EM-Premiere in Birmingham Silber hinter Gastgeber Großbritannien. Das deutsche Quartett mit Kranz, Haase, Gussmann und Lückenkemper lief in 40,11 Sekunden ins Ziel. Für einige Athleten war es die zweite Medaille in Birmingham. Die deutsche Frauen-Staffel war zuvor im Vorlauf ausgeschieden, was das Silber im Mixed für Haase und Lückenkemper zu einer Entschädigung machte. Lückenkemper zeigte sich trotz knapper Niederlage zufrieden mit ihrer Leistung.
InhaltBei der EM-Premiere über 4x100 Meter war nur Großbritannien schneller als das deutsche Mixed-Quartett. Dank der Team-Medaille schließt Gina Lückenkemper Frieden mit den Titelkämpfen in Birmingham. Die gemischte deutsche Sprint-Staffel hat sich bei der EM-Premiere in Birmingham die Silbermedaille gesichert. Kevin Kranz, Rebekka Haase, Heiko Gussmann und Gina Lückenkemper kamen über die 4x100 Meter nach 40,11 Sekunden ins Ziel. Den Sieg holte sich mit einem Europarekord in 39,97 Sekunden das Mixed-Team von Gastgeber Großbritannien. Die nun vierfache Europameisterin Amy Hunt brachte die Führung auf der Zielgeraden gegen Lückenkemper ins Ziel. Bronze ging an Spanien in 40,42 Sekunden. Die 4x100-Meter im Mixed waren erstmals Teil der Leichtathletik-Europameisterschaften. Für Kranz und Gussmann ist es schon die zweite Medaille in Birmingham nach Silber mit der 4x100-Meter-Staffel der Männer am Samstag. Im Einzel hatte der von einer Sperre bedrohte Owen Ansah den Titel über 200 Meter und Bronze über 100 Meter gewonnen. Wegen einer drohenden Sperre hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband Ansah vorsichtshalber nicht für die Staffeln aufgestellt, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren. Haase und Lückenkemper entschädigten sich für das Aus der deutschen Frauen-Staffel im Vorlauf. Dort hatte der letzte Wechsel von Sophia Junk auf Lückenkemper nicht geklappt. Nach Silber im Mixed war Lückenkemper, deren Vorbereitung von einem Zeckenbiss empfindlich gestört wurde, mit ihrem Auftritt als Schlussläuferin zufrieden – trotz der Niederlage gegen Hunt: "Ich wollte sie mir packen. Das ist mir leider nicht gelungen. Aber ich glaube, dass ich mich mit der Leistung hinten auf der Vier auch nicht verstecken brauche."