Datum16.08.2026 20:39
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Evakuierung von Anwohnern im Westerwald wegen eines Waldbrandes wurde aufgehoben. Das Feuer, das sich bis auf 20 Meter an Wohnhäuser genähert hatte, wird nun kontrolliert abgebrannt, während die Ausbreitung Richtung Wald weitergeht. Rund 300 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, unterstützt von Landwirten und Hubschraubern.
InhaltIm Westerwald dürfen die zuvor evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Das Feuer brennt nun kontrolliert. Ein Waldbrand im rheinland-pfälzischen Westerwald bedroht nicht mehr unmittelbar Wohngebäude. Die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain informierte unter anderem auf Instagram über die Aufhebung der Evakuierung. Der Brand sei weitestgehend unter Kontrolle. Die Bewohnerinnen und Bewohner können demnach in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Zuvor waren Anwohnerinnen und Anwohner einer Straße aufgefordert worden, ihre Häuser sofort zu verlassen. Von dieser ursprünglichen Evakuierung waren 20 Familien betroffen. "Durch unsere Maßnahmen konnte eine Ausbreitung Richtung Bebauung verhindert werden", sagte Björn Jestrimsky, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Altenkirchen, der Deutschen Presse-Agentur. Er berichtete jedoch auch, dass sich der Waldbrand weiter in Richtung Wald ausbreite. "Wir haben uns gewisse Ziele gesetzt, wo wir das Feuer letzten Endes abfangen werden. Bis dahin lassen wir es derzeit kontrolliert brennen", so Jestrimsky. Gebhardshain liegt etwa 60 Kilometer östlich von Bonn in einer waldreichen Mittelgebirgsregion in Rheinland-Pfalz an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Das Feuer dort hatte sich zunächst bis auf rund 20 Meter an die ersten Häuser herangefressen. Rund 300 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Auch Landwirte unterstützten mit Wasserfässern. Zwei Hubschrauber waren im Einsatz, ein Dritter wurde angefordert. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Bereich rund um die Einsatzstelle zu meiden und die Zufahrtswege für die Einsatzkräfte freizuhalten. Katastrophenschutzinspekteur Jestrimsky betonte: "Es brennt noch stark, allerdings da, wo wir wollen" und in die Richtung, die die Einsatzkräfte dem Feuer vorgeben. Auch in der Gemeinde Hürtgenwald wurden Bewohnerinnen und Bewohner evakuiert. Wie das ablief und wie es ihnen geht, lesen Sie hier .