Datum16.08.2026 16:39
Quellewww.zeit.de
TLDRDer 22-jährige Franzose Paul Magnier gewann die Cyclassics in Hamburg im Sprint. Das Eintagesrennen über 205 km wurde von Stürzen überschattet, unter anderem von Michael Matthews. Top-Sprinter wie Jonathan Milan waren nicht im Endspurt vertreten. Mike Teunissen (NED) und Laurence Pithie (AUS) belegten die Plätze zwei und drei. Das Rennen war auf Sprinter ausgerichtet und fand zu Ehren des verstorbenen Rad-Talents Finlay Tarling statt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Radsport“. Lesen Sie jetzt „Franzose Magnier gewinnt Cyclassics in Hamburg“. Der französische Radprofi Paul Magnier hat die 29. Ausgabe der Cyclassics in Hamburg gewonnen. Der 22-Jährige siegte im Ziel in der Innenstadt nach knapp 205 Kilometern mit Start in der niedersächsischen Stadt Buxtehude in einem spannenden Sprint aus einer großen Gruppe heraus. Magnier hatte sich in diesem Jahr bei drei Etappen beim Giro d'Italia durchgesetzt. Er profitierte beim Eintagesrennen auch davon, dass Top-Sprinter wie Jonathan Milan nicht im Schlusssprint mitmischten. Der Niederländer Mike Teunissen wurde Zweiter, der Australier Laurence Pithie erreichte Rang drei. Bester Deutscher wurde Henri Uhlig als Fünfter. Bevor die sechsköpfige Ausreißergruppe um die deutschen Profis Jonas Rutsch und Niklas Behrens die erste von fünf Überquerungen des Wasebergs mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,4 Prozent auf 0,7 Kilometer angingen, mussten zwei Radprofis nach einem Sturz aussteigen. Darunter der Australier Michael Matthews, Gewinner von vier Tour-de-France-Etappen. Auch der Tour-Dritte dieses Jahres, Isaac del Toro aus Mexiko, kam kurz bei der Annahme eines Verpflegungsbeutels zu Fall, konnte allerdings zügig weitermachen. Knapp 15 Kilometer vor dem Ziel und der letzten Überquerung des Wasebergs war das Treiben der Fluchtgruppe gestoppt. Die großen Topstars wie der fünfmalige Tour-de-France-Champion Tadej Pogacar aus Slowenien oder der Däne Jonas Vingegaard waren nicht dabei. Auch der bei der Tour gestürzte Deutsche Florian Lipowitz nahm nicht teil. Das Rennen ist vorrangig auf die Sprinter ausgerichtet. Zum Start des Rennens hatte es eine Schweigeminute für das vor wenigen Tagen verstorbene Rad-Talent Finlay Tarling gegeben. Der Waliser war bei der Portugal-Rundfahrt von einem nicht am Rennen beteiligten Fahrzeug erfasst worden. Laut Angaben der Veranstalter war es bei den vorangegangenen Amateurrennen zu keinen größeren Unfällen gekommen. Allerdings starb ein 70-Jähriger, nachdem er einen Schwächeanfall erlitten hatte, wie die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Er sei noch während des Rennens auf der Strecke reanimiert worden und später im Krankenhaus verstorben. Die Radsport-Saison neigt sich dem Ende zu. Am Mittwoch beginnt die nächste Ausgabe der Deutschland-Tour im Südwesten mit einem Prolog. Wenige Tage später startet dann in Monaco die spanische Vuelta als letzte der drei großen Grand Tours im Radsport. © dpa-infocom, dpa:260816-930-538818/1