Datum16.08.2026 16:27
Quellewww.zeit.de
TLDRJonas Sterner erzielte das entscheidende Tor für Dynamo Dresden gegen Darmstadt 98 und reagierte damit auf Kritik. Trotz eines neuen, technisch begabten Spielers und einer dominanten Anfangsphase, geriet Dynamo nach der Führung unter Druck und verteidigte das knappe 1:0.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „2. Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Sterner obenauf: Auf Kritik mit Leistung und Tor reagiert“. Jonas Sterner kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Mit seinem Tor in der 12. Minute hat der 24-Jährige Dynamo Dresden zum ersten Saisonsieg gegen den SV Darmstadt 98 geschossen. Und das, obwohl er noch vor Wochenfrist beim 0:3 in Nürnberg die meiste Kritik abbekommen hatte. "Es war noch nie so viel in meiner Karriere. Aber ich habe mir das daheim noch mal angeschaut, es selbst aufgearbeitet. Die Kritik war absolut berechtigt. Umso mehr freut es mich, dass es heute ein wirklicher Sonntag geworden ist", sagte der rechte Abwehrspieler ncah dem 1:0-Erfolg. "Es war gut, dass er getroffen hat", sagte Kapitän Niklas Hauptmann. "Das Spiel in Nürnberg war nicht komplett schlecht. Deshalb war es nicht ein Riesenschritt für mich. In der Defensive war einiges dabei, wo wir viel sauberer waren", sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm. Zu Sterner meinte er: "Es ist das Schöne im Leben, dass einige Dinge so werden, wie sie sein sollen." Stamm hatte nur eine Änderung im Vergleich zum Nürnberg-Spiel vorgenommen. Für Jakob Lemmer rückte Neuzugang und Geburtstagskind Kaan Inanoglu in die Startelf. Der von Eintracht Frankfurt geholte Offensivmann zeigte in Ansätzen, welch großes technisches Vermögen er besitzt. Allerdings zog es ihn immer wieder ins Zentrum, womit er sich und dem Dresdner Spiel Gefährlichkeit nahm. Denn dort ballte sich die Dynamo-Offensivabteilung mit Vincent Vermeij, Hauptmann und dem von links ebenso immer wieder nach innen laufenden Ben Bobzien. Die Außenpositionen dagegen blieben zumeist unbesetzt. Dass die Gastgeber dennoch mit einer Führung in die Pause gehen konnten, lag an einer feinen Aktion, die Torschütze Sterner selbst einleitete. Er erkämpfte einen Ball im Halbfeld, sah die sich auftuende Lücke im Darmstädter Abwehrzentrum, sprintete dort hinein, spielte Doppelpass mit Vermeij und schob den Ball überlegt ins Eck. Danach passierte bis zum Halbzeitpfiff auf beiden Seiten nicht viel. Beide Teams hatten sichtlich Probleme mit dem neuen Ball, der den Kickern immer wieder vom Fuß prallte. Dynamo schaffte es weitgehend, die Darmstädter vom eigenen Strafraum fernzuhalten und überstand auch Standardsituationen gegen die hoch aufgeschossenen Gäste unbeschadet. Halbzeit zwei begann mit einer Großchance für die Sachsen. Bobzien und Vermeij fanden sich zum Doppelpass. Den Schuss des Neuzugangs aus Mainz konnte 98-Torhüter Marcel Schuhen gerade noch abwehren. Danach zog sich Dynamo aber völlig unverständlich zurück, suchte kaum den eigenen Angriff und überließ den Hessen das Spiel. Selbst Kontersituationen mit Überzahl brachen die Gelb-Schwarzen ab. Erst nach dem Platzverweis - Kai Klefisch hatte Niklas Hauptmann gefoult, nachdem er zuvor wegen Meckerns verwarnt worden war - waren die Gastgeber wieder überlegen. Der letzte Wille, das 2:0 nachzulegen, fehlte aber. "Wir wollten wohl mehr das 1:0 verteidigen, nicht in irgendwelche Konter laufen", sagte Abwehrchef Thomas Keller. Ein Pfostenschuss von Jakob Lemmer (87.) blieb die gefährlichste Angriffsaktion. © dpa-infocom, dpa:260816-930-538733/1