Datum16.08.2026 15:10
Quellewww.zeit.de
TLDRIsrael droht der Hisbollah mit weiteren Angriffen im Libanon nach Luftangriffen, bei denen zwei Hisbollah-Kommandeure getötet wurden. Die Angriffe seien eine Reaktion auf Drohnenattacken der Hisbollah, bei denen drei israelische Soldaten verletzt wurden. Laut libanesischen Angaben starben bei den israelischen Angriffen jedoch sieben Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Israel bedauert den Tod der Familie, betonte aber, dass diese nicht das Ziel gewesen sei.
InhaltNach israelischen Angriffen im Libanon mit Toten droht Verteidigungsminister Israel Katz der Hisbollah. Sollte diese Israelis gefährden, könne es weitere Angriffe geben. Die israelische Armee hat weitere mögliche Angriffe gegen die libanesische Hisbollah-Miliz angekündigt, falls diese Israelis gefährde. "Keine Rechnung wird offen bleiben", teilte Verteidigungsminister Israel Katz im Onlinedienst X mit. Bei Attacken am Samstag wurden nach israelischen Angaben zwei Hisbollah-Kommandeure getötet, es starben aber auch Frauen und Kinder. Einer der beiden getöteten Hisbollah-Kommandeure war israelischen Angaben zufolge Abu Hassan Alaa, ein Mitglied der Badr-Einheit. Nach israelischer Darstellung waren die Angriffe eine Reaktion auf den Einsatz von mit Sprengstoff bestückten Drohnen in der sogenannten Sicherheitszone im Süden des Libanon durch die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz. Bei den Attacken waren demnach drei israelische Soldaten schwer verletzt worden, unter ihnen ein Offizier. Die von der israelischen Armee kontrollierte "Sicherheitszone" reicht etwa zehn Kilometer in den Libanon. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in der Ortschaft Ansar seien sieben Menschen getötet. Darunter hätten sich drei Kinder und zwei Frauen befunden. Der libanesische Präsident Joseph Aoun teilte mit, bei dem Angriff sei eine "ganze Familie" ausgelöscht worden. Ministerpräsident Nawaf Salam sagte, Israel müsse die "gefährliche Eskalation" beenden. Die israelische Armee teilte daraufhin mit, erst in Nachhinein erfahren zu haben, dass die Familie Hassans bei der Attacke in Ansar mit ihm im Haus gewesen sei. Die anderen Familienmitglieder seien nicht das Ziel gewesen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.