Kochelsee: Fünf erschöpfte SUP-Paddler nachts aus See gerettet

Datum16.08.2026 13:56

Quellewww.spiegel.de

TLDRFünf SUP-Paddler gerieten am Kochelsee in Lebensgefahr. Sie waren ohne Schwimmwesten unterwegs, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Starker Wind und hohe Wellen führten dazu, dass sie mehrfach ins Wasser fielen und ihre Boards kaum noch festhalten konnten. In Dunkelheit und Erschöpfung mussten sie von der Wasserwacht gerettet werden, die sie nur dank ihrer Handys lokalisieren konnte. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, Schwimmwesten zu tragen und Wetterbedingungen zu beachten.

InhaltSie klammerten sich nach dem Sturz ins Wasser an ihre SUP-Boards und waren laut Wasserwacht völlig entkräftet: Eine Gruppe unvorsichtiger Freizeitsportler geriet in Bayern in Lebensgefahr. Fünf Freizeitsportler sind mit Stand-up-Paddel-Boards (SUP) am späten Samstagabend auf dem Kochelsee unterwegs gewesen. Nach eigenen Angaben wollten sie den Sonnenuntergang vom See aus ansehen. Doch widrige Bedingungen brachten die Gruppe in Lebensgefahr, teilte die Wasserwacht mit. Es gab starken Wind und bis zu einem Meter hohe Wellen. Keiner aus der Gruppe habe eine Schwimmweste getragen. Die fünf Personen hätten sich bei Dunkelheit auf dem See aus den Augen verloren, eine habe zudem das Paddel verloren. Mehrmals seien sie von ihren Boards ins Wasser gefallen und hätten sich dann nur noch mit Mühe festhalten können, sagte ein Sprecher der Wasserwacht. Die zunehmende Dunkelheit habe die Situation verschärft, da die Paddler schwieriger zu finden gewesen seien. Das Boot der Wasserwacht habe zunächst zwei Personen erreicht, die sich an einem SUP-Board festgeklammert und mit Handylicht auf sich aufmerksam gemacht hätten. Etwa 200 Meter entfernt entdeckten die Retter drei weitere Personen, die bereits vollkommen entkräftet gewesen seien. Alle fünf Paddler seien ans Ufer gebracht und dem Rettungsdienst übergeben worden. Feuerwehr und Wasserwacht holten anschließend die Boards an Land. "Hätten die Personen kein Handy dabeigehabt und keinen Notruf absetzen können, hätte die Situation auch deutlich schlimmer ausgehen können", sagte Gabriel Hartl von der Kreiswasserwacht Bad Tölz-Wolfratshausen. Er wies eindringlich darauf hin, beim Stand-up-Paddeln stets eine Auftriebshilfe mitzuführen und insbesondere die Wetter- und Windverhältnisse sowie die einsetzende Dunkelheit zu berücksichtigen.