Datum16.08.2026 09:37
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Eisbären Berlin streben als erstes DEL-Team vier Meisterschaften in Folge an. Mit dem neuen Trainer Eric Dubois und verstärkter Mannschaft, darunter ein neues Torhüter-Trio, fokussieren sich die Spieler auf dieses historische Ziel. Dubois betont die Notwendigkeit, sich täglich zu verbessern. Kapitän Kai Wissmann sieht im bisher unerreichten vierten Titelgewinn einen zusätzlichen Motivationsschub für die kommende Saison, die am 17. September beginnt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Eishockey“. Lesen Sie jetzt „Erstmals vier Titel in Serie? Eisbären heiß auf DEL-Novum“. Die Tränen nach dem Abschied von Meistertrainer Serge Aubin sind bei den Eisbären getrocknet - Nachfolger Eric Dubois will mit neuen Ideen das Feuer auf die kommende Spielzeit in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wieder entfachen. "Jeden Tag merken wir, dass es notwendig ist, besser zu werden", sagt der 56-jährige Kanadier nach dem öffentlichen Trainingsauftakt vor rund 2.000 Zuschauern im Wellblechpalast. "Wir wollen nicht zu weit vorausschauen, aber die Spieler haben definitiv verstanden, dass sie etwas schaffen können, was bisher kein Team in der DEL geschafft hat." Der Nachfolger von Meistertrainer Aubin, der nach dem Titelhattrick im Sommer in Richtung Bern weitergezogen ist, stimmt seine Profis auf den vierten Meistererfolg in Serie in der DEL ein. Das war bisher keiner Mannschaft gelungen. Dafür tauscht sich Dubois, der bei den Eisbären erstmals eine Position als Cheftrainer bekleidet, jeden Tag mit Kapitän Kai Wissmann aus. Auch die Konversation mit jedem Spieler steht für den ehemaligen Profi ganz oben auf der Prioritätenliste, um den Titelhunger entfalten zu können. "Natürlich wollen wir weiterhin Erfolg haben und ich glaube auch daran, dass wir die Möglichkeiten haben werden", sagt der Kapitän, der sein Team am 17. September im Heimspiel gegen die Straubing Tigers in die neue DEL-Spielzeit anführen wird. Mit dem neuen Trainer ziehen auch neue Übungen ins Training ein, die "die Sinne schärfen und einen möglichen Schlendrian verscheuchen", sagt der Linksverteidiger. Und ein möglicher vierter Triumph stellt für Wissmann eine weitere Motivation dar: "Natürlich kann man immer sagen, dass wir Meister werden wollen. Aber es gibt einen extra Anreiz dadurch, dass es noch nie ein Team gab, das dieses Ziel erreicht hat." Dafür müssen die Eisbären, die sich am Freitag vom verletzungsanfälligen Finnen Markus Niemeläinen einvernehmlich getrennt haben, wieder als Mannschaft zusammenfinden. Allein drei neue Torhüter sind dabei, nachdem Jake Hildebrand und Jonas Stettmer die Eisbären nach dem Titelgewinn verlassen haben. Jake LaFontaine, Jonas Neffin und Lennart Neiße bilden jetzt das Torhütertrio, das aber trotz aller Konkurrenz schon zusammengefunden hat und am 22. August beim Dolomitencup die ersten Bewährungschancen erhält. "Jonas hilft mir seit dem ersten Tag, es ist really nice", sagt der 28-jährige Kanadier LaFontaine über seinen direkten Mitbewerber, der seit Anfang Juni in Berlin weilt und auch schon trainiert hat. Natürlich sei man in Konkurrenz, meint der von den Eisbären Regensburg verpflichtete Neffin, der zum Spieler der DEL2 gewählt wurde. Aber man werde nicht besser, wenn man den anderen nichts gönnt. Darum ist es für den gebürtigen Iserlohner (26) besser, "sich einfach gegenseitig zu pushen." Denn das historische Meisterziel eint Trainer und Mannschaft. "Wer Titel gewinnen will, muss in Berlin arbeiten", sagt Dubois, "und wenn ein Team den vierten Sieg in Folge schaffen kann, dann sind das die Eisbären." © dpa-infocom, dpa:260816-930-536696/1