Datum16.08.2026 08:56
Quellewww.spiegel.de
TLDRJane Seymour, bekannt als Bond-Girl Solitaire in "Leben und sterben lassen", bezeichnete eine Schlangenszene im Film als "reinster Horror". Sie wurde angeblich engagiert, weil sie eine Jungfrau darstellen sollte, was sie als damals tatsächlich gewesen sei. Seymour kritisiert die Rolle als frauenfeindlich und fühlt sich von der britischen Presse auf diesen frühen Erfolg reduziert. In den USA werde sie ernster genommen.
InhaltIhren Durchbruch hatte sie als Bond-Girl. Nun spricht Schauspielerin Jane Seymour über eine Szene in "Leben und sterben lassen", die der "reinste Horror" gewesen sei – und erklärt, warum man sie überhaupt engagiert habe. Ihre Rolle als "Solitaire" im James-Bond-Film "Leben und sterben lassen" verhalf der damals unbekannten Schauspielerin Jane Seymour 1973 zum Durchbruch. An ihrer Seite: Der deutlich ältere Roger Moore im rentnerfarbenen Sommeranzug, der sie mit einer hochgezogenen Augenbraue verführte. Es war sein erster Auftritt in der Figur des berühmtesten Agenten der Welt. In einem Interview mit dem US-Sender CNN blickt Seymour nun zurück auf den Film, der sie berühmt machte – mit gemischten Gefühlen: Der Film sei ihr erster großer gewesen. "Sie haben mich nur engagiert, weil sie jemanden suchten, der eine Jungfrau spielen sollte." Sie glaube, sie sei das einzige Bond-Girl gewesen, dass "tatsächlich noch Jungfrau gewesen sei." In einem früheren Interview hatte Seymour bereits eingeräumt, dass ihre damalige Rolle sehr frauenfeindlich gewesen sei. Im Gespräch plaudert Seymour auch über ihre "schrecklichste" Szene: Die, in der sie von einer Schlange gefoltert wird. Eigentlich, erzählt sie, habe sie diese Szene geliebt, da sie als Tänzerin ausgebildet worden sei: "Ich konnte meine Tanzkünste einsetzen, mich hoch in die Luft schleudern und mich von all diesen Männern auffangen lassen." Was sie leider verabscheue: Schlangen. Ein Schauspieler habe mit einer vor ihrem Gesicht wedeln müssen – bis das Tier ihn gebissen habe. "Er ließ die Schlange fallen und sie kam direkt auf mich zu. Ich habe nur geschrien." In letzter Sekunde habe jemand das Tier eingefangen. Auch später, beim Close-up, habe man die Schlange noch einmal ganz nah an ihr Gesicht geführt. Das sei der "reinste Horror" gewesen: "Ich hatte schreckliche Angst vor dieser Schlange". (Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter "Die Lage am Abend" – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.) Von der britischen Presse werde die gebürtige Britin bis heute ausschließlich auf ihren Bond-Film reduziert, erzählt sie im Interview. Also sei die in die USA gegangen, wo man sie "ernster" genommen habe.