Abtreibungsgegner: Krawall nach Kundgebung gegen Abtreibungen in Göttingen

Datum15.08.2026 22:32

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einer Kundgebung von Abtreibungsgegnern in Göttingen kam es zu einem Eklat. Gegendemonstranten versuchten, die etwa 20 Teilnehmer des Protests anzugreifen. Die Polizei bildete eine Kette und setzte Pfefferspray ein, um die Gruppen zu trennen. Zwölf Beamte wurden durch das Pfefferspray verletzt. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Straftaten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Abtreibungsgegner“. Lesen Sie jetzt „Krawall nach Kundgebung gegen Abtreibungen in Göttingen“. Nach einer Kundgebung gegen Abtreibungen in Göttingen sind Teilnehmer am Samstagabend von Gegendemonstranten attackiert worden. Die schon vorher angespannte Lage zwischen den beiden Gruppen sei eskaliert, als die Abtreibungsgegner den Versammlungsort verließen, wie die Polizei mitteilte. Teilnehmer des Protests wollten demzufolge auf die etwa 20 Abtreibungsgegner losgehen. Eine größere Zahl von Polizisten habe eine Kette gebildet und so verhindert, dass die beiden Gruppen aufeinandertrafen. Dabei hätten die Beamten auch Pfefferspray eingesetzt.Unter dem Motto "Öffentlicher Rosenkranz gegen Abtreibung" hatten sich die Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen friedlich versammelt, gebetet und ihre Haltung in Redebeiträgen zum Ausdruck gebracht. Der Gegenprotest bildete sich nach Einschätzung der Polizei spontan. Bei der folgenden Auseinandersetzung erlitten zwölf Polizistinnen und Polizisten nach Angaben ihrer Dienststelle Verletzungen durch das Pfefferspray. Ob es auch unter den Demonstranten verletzte Personen gab, ist unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und prüft nun mögliche Straftaten. © dpa-infocom, dpa:260815-930-535720/1