Hürtgenwald: Wüst spricht von erster Hoffnung auf Kontrolle des Waldbrands

Datum15.08.2026 19:28

Quellewww.spiegel.de

TLDRMinisterpräsident Wüst äußert erste Hoffnung auf Kontrolle des Waldbrands in Hürtgenwald. 300 Hektar Wald brennen seit Donnerstag. Die Ausbreitung wurde durch geringen Wind und Nieselregen gestoppt; Hubschrauber werden nicht mehr benötigt. Ein Ortsteil war evakuiert, Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Lage stabilisierte sich, die Rückkehr der Bewohner bleibt abzuwarten.

InhaltDer Waldbrand nahe Hürtgenwald in NRW hat sich zuletzt nicht weiter ausgebreitet, auch Löschhubschrauber würden nicht mehr benötigt. Hendrik Wüst hofft, dass die Lage bald unter Kontrolle sein könnte. Die Lage in den Waldbrandgebieten in Nordrhein-Westfalen hat sich stabilisiert. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach am Samstag bei einem Besuch in Hürtgenwald von einer "ersten Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann". Menschen seien glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen, kein Haus sei abgebrannt. Seit Donnerstag brennen rund 300 Hektar Wald in der Eifel, unweit der Gemeinde Hürtgenwald. Das entspricht einer Fläche von etwa 420 Fußballfeldern. Weil die Flammen gefährlich nah zu dem Ortsteil Gey vorgerückt waren, hatte die Feuerwehr am frühen Freitagmorgen die Evakuierung des Ortsteils angeordnet. Insgesamt kämpfen 1400 Einsatzkräfte gegen die Flammen. Doch der Waldbrand hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet, es ging kaum Wind. Etwas Nieselregen setzte ein, mehr aber auch nicht. "Jetzt kommen ein paar Tropfen Wasser, damit könnte dann ein bisschen auffrischender Wind verbunden sein. Also wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird", verdeutlichte Wüst die Wetterfaktoren bei dem Großeinsatz. Wüst lobte auch die große Hilfsbereitschaft der Menschen: "Das ist typisch für unser Land, diese Art von Solidarität und Nächstenliebe dann eben auch in praktisches Tun umzusetzen." Angesichts des anhaltenden Waldbrands hatte sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die aktuelle Lage informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten ihn am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch "ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt". Am frühen Samstagabend wurde der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung eingestellt. Es gebe aktuell keinen Bedarf mehr, sagte eine Sprecherin des Landkreises. Wann die rund 2000 Bewohner des evakuierten Ortsteils Gey in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können, blieb weiter offen. Die Einsatzkräfte wollen unter anderem abwarten, ob eine mögliche Unwetterzelle mit stärkerem Wind am Abend das Feuer wieder anfachen könnte, wie der Kreis mitteilte. Bei der Bekämpfung des Brandes hatten in einem massiven Einsatz rund zehn Hubschrauber die Einsatzkräfte aus der Luft unterstützt.