CSD in Lübeck: Touré warnt vor Kürzungen beim Schutz queerer Menschen

Datum15.08.2026 15:54

Quellewww.zeit.de

TLDRBeim CSD in Lübeck bekräftigte Sozialministerin Aminata Touré ihre Solidarität mit der queeren Community und forderte mehr Schutz und Sichtbarkeit von der Bundesregierung. Sie betonte, dass queere Rechte unverhandelbar seien und kündigte den neuen Landesaktionsplan „Echte Vielfalt“ an. Touré kritisierte zudem geplante Kürzungen beim Bundesprogramm „Demokratie leben!“ als gefährlich, insbesondere angesichts jüngster Angriffe auf queere Menschen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „CSD in Lübeck“. Lesen Sie jetzt „Touré warnt vor Kürzungen beim Schutz queerer Menschen“. Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminata Touré (Grüne) hat beim Christopher-Street-Day (CSD) in Lübeck ihre Solidarität mit der queeren Community bekräftigt. Gleichzeitig forderte sie die Bundesregierung dazu auf, den Schutz und die Sichtbarkeit von queeren Menschen stärker zu fördern. "Queere Rechte und Gleichberechtigung sind unverhandelbar. Sie sind die Grundlage einer freien und vielfältigen Gesellschaft", sagte Touré. Betroffenheit reiche nicht aus. "Wir brauchen sichtbare Solidarität und eine Politik, die sich vor die Betroffenen stellt und diesen Kampf mit ihnen führt." Die Ministerin kündigte an, dass die Landesregierung zeitnah den neuen Landesaktionsplan Echte Vielfalt beschließen wolle. Dieser wurde nach Angaben des Sozialministeriums in enger Zusammenarbeit mit der queeren Community erarbeitet und beinhaltet finanzielle und strukturelle Maßnahmen sowie Praxistipps für mehr Sichtbarkeit und die Förderung queerer Personen in Schleswig-Holstein. Schleswig-Holstein fördert Vereine, Strukturen und Projekte im Bereich der Queer-Politik derzeit mit mehr als 600.000 Euro jährlich. Zugleich kritisierte Touré geplante Kürzungen von Bundesfamilienministerin Karin Prien beim Bundesprogramm "Demokratie leben!". "Man kann nicht angesichts von Angriffen und Hass mehr Schutz versprechen und im nächsten Schritt Kürzungen durchwinken. Mitten in dieser Situation Strukturen zu kürzen, ist falsch und verdammt gefährlich." Erst vor drei Wochen sind bei einem islamistisch motivierten Anschlag am Rande des CSD in Berlin mehrere Menschen verletzt und eine Frau getötet worden. © dpa-infocom, dpa:260815-930-534799/1