Datum15.08.2026 13:51
Quellewww.zeit.de
TLDRCDU-Chef Jan Redmann appellierte an die Junge Union Brandenburg, trotz interner Unzufriedenheit und des Rücktritts der ehemaligen Landesvorsitzenden, der Partei treu zu bleiben. Er hob Erfolge der CDU in der Landesregierung hervor und ermutigte die Nachwuchsorganisation, aktiv an der Vertretung junger Menschen und der Gestaltung von Politik mitzuwirken. Die JU Brandenburg diskutierte bei ihrem Treffen Reformpläne der Bundesregierung und zählt über 600 Mitglieder.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Junge Union Brandenburg“. Lesen Sie jetzt „Nach Rücktritt: CDU-Chef wirbt bei Nachwuchs um Zusammenhalt“. Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Jan Redmann hat beim Parteinachwuchs dafür geworben, der Partei trotz mancher Unzufriedenheit nicht den Rücken zu kehren. Vor wenigen Wochen war die Landesvorsitzende der Jungen Union aus Kritik am CDU-Kurs zurückgetreten. "Ja, ich kann euch sagen, es gab Phasen, da haben wir uns in der Jungen Union (JU) für die CDU Brandenburg geschämt", sagte Redmann, der Innenminister in Brandenburg ist, beim Brandenburg-Tag der Jungen Union in Potsdam. Aber viele hätten damals entschieden, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, sondern weiter anzupacken. Das führe dazu, "dass wir heute genau diese Gestaltungsoptionen in Brandenburg haben", sagte Redmann. Er verwies auf Pläne und Erfolge der CDU in der rot-schwarzen Landesregierung in der Wirtschafts-, Bildungs- und Innenpolitik. Der kommissarische JU-Landesvorsitzende Carlo Wittich sprach von "stürmischen Zeiten". "Gerade in einer Zeit, in der viele junge Menschen das Vertrauen in die etablierten politischen Strukturen verlieren, dürfen wir uns nicht weggucken", sagte er. "Wenn Volksparteien an Rückhalt verlieren, dann liegt es an der jungen Generation innerhalb der Partei, mit attraktiven Themen junge Menschen beständig und verlässlich zu vertreten und auch mal einem Kurs entgegenzusteuern." Die Parteijugend der CDU in Brandenburg wollte bei ihrem Brandenburg-Tag über die Reformpläne der Bundesregierung diskutieren. Ein Leitantrag lautete "Gut gedacht. Gut gemacht? Reformen auf den Prüfstand". Die schwarz-rote Bundesregierung hat Reformpläne etwa zu Rente, Gesundheit und Steuern vorgelegt, die auch auf Kritik stoßen. Die JU Brandenburg hat nach eigenen Angaben mehr als 600 Mitglieder. Ende Juli war die bisherige JU-Landesvorsitzende Laura Strohschneider zurückgetreten. Sie begründete dies mit Kritik am Spitzenpersonal und am Kurs der Bundesregierung. Sie trat auch aus der CDU aus. "Ich glaube nach allem leider nicht mehr daran, dass die CDU die Partei ist, die Deutschland "wieder nach vorne" bringen kann", hatte Strohschneider erklärt. Der kommissarische JU-Vorsitzende Wittich sagte der dpa vor wenigen Tagen, eine Austrittswelle gebe es nicht. © dpa-infocom, dpa:260815-930-534342/1