Datum15.08.2026 11:59
Quellewww.zeit.de
TLDRThüringen weitet das Landesprogramm "Agathe" zur Bekämpfung von Einsamkeit im Alter auf ganz Thüringen aus. Das Programm unterstützt Senioren bei der Kontaktaufnahme und vermittelt passende Angebote. Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld. 74 Fachkräfte sind für die Koordination zuständig. Die "Plauderbank" tourt durch 16 Stationen, um Begegnungen zu fördern und auf das Problem aufmerksam zu machen. Einsamkeit im Alter sei eine große Belastung, so Sozialministerin Schenk.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Einsamkeit im Alter“. Lesen Sie jetzt „Plauderbank gegen Einsamkeit: Thüringen baut Angebot aus“. Das Sozialministerium will das Landesprogramm "Agathe" gegen Einsamkeit im Alter auf ganz Thüringen ausweiten. "Agathe" unterstützt ältere Menschen dabei, soziale Kontakte zu erhalten, neue Begegnungen zu machen und passende Angebote in der Umgebung zu finden. Nun soll das Programm gesetzlich verankert werden, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. Derzeit gibt es das Angebot in 16 Landkreisen und kreisfreien Städten. Regionale Fachkräfte informieren, beraten und vermitteln dabei Kontakte zu bestehenden Unterstützungs- und Beteiligungsangeboten. Ziel ist es, älteren Menschen ein möglichst selbstbestimmtes und aktives Leben in ihrem vertrauten Umfeld zu ermöglichen. Für die Koordination und Beratung sind den Angaben nach aktuell 74 Fachkräfte tätig. Für das 2021 ins Leben gerufene Programm stehen in diesem Jahr knapp fünf Millionen Euro und 2027 mehr als 5,9 Millionen Euro im Landeshaushalt zur Verfügung. Im Freistaat leben nach jüngsten Zahlen 222.563 Menschen ab 63 Jahren allein. Um auf die Angebote gegen Einsamkeit im Alter aufmerksam zu machen und Platz für Begegnungen zu schaffen, geht das Programm mit einer sogenannten Plauderbank auf Tour. Auftakt war am Samstag in Erfurt. Bis September soll die Bank an insgesamt 16 Stationen Halt machen. "Einsamkeit kann jeden Menschen treffen - gerade im höheren Lebensalter können fehlende Kontakte und Begegnungen eine große Belastung sein", sagte Sozialministerin Katharina Schenk (SPD). Umso wichtiger seien Orte und Gelegenheiten, an denen Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen könnten. "Die Plauderbank macht genau das sichtbar: Sie lädt zum Platznehmen, Kennenlernen und Austauschen ein." © dpa-infocom, dpa:260815-930-533992/1