Datum15.08.2026 07:32
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn der Eifel brennen seit Donnerstag etwa 300 Hektar Wald bei Hürtgenwald. In der Nacht konnte die Feuerwehr ein Weiterdriften des Feuers in Richtung des Ortsteils Gey verhindern. Eine günstige Wetterlage mit wenig Wind half den Einsatzkräften, die Flanken zu halten. Helikopter sollen am Morgen wieder bei den Löscharbeiten unterstützen, nachdem sie nachts nicht fliegen konnten.
InhaltSeit Donnerstag brennen rund 300 Hektar Wald in der Eifel, unweit der Gemeinde Hürtgenwald. Nun konnte die Feuerwehr im Kampf gegen das Großfeuer einen Erfolg verbuchen: Der Brand sei nicht näher zum Ortsteil Gey gerückt. Der Waldbrand bei der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. "Unsere Strategie für die Nacht ist aufgegangen", sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar am frühen Morgen. "Wir konnten die Flanken halten." Dies sei auch nur dank des Wetters möglich gewesen, führte der Kreisbrandmeister weiter aus. Es sei kaum Wind gegangen. Zeitweise soll es sogar komplett windstill gewesen sein. Die Flammen haben demnach noch immer einen Abstand von 150 bis 200 Meter zum Ortsteil Gey. Seit Donnerstagnachmittag steht das Waldstück in der Eifel in Flammen. Nach Angaben des Kreises Düren sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen – das entspricht einer Fläche von etwa 420 Fußballfeldern. Weil die Flammen gefährlich nah zu dem Ortsteil Gey vorgerückt waren, hatte die Feuerwehr am frühen Freitagmorgen die Evakuierung des Ortsteils angeordnet. Mehrere Hubschrauber sollen am Morgen wieder in Hürtgenwald eintreffen und die Löscharbeiten unterstützen. Die Piloten würden um 06.00 Uhr mit Tagesanbruch die Starterlaubnis bekommen und dann in Richtung des Waldbrandes fliegen, erklärte Kreisbrandmeister Eisnar. Er rechnet damit, dass wieder fünf bis sechs Hubschrauber im Einsatz sein werden. In Hürtgenwald müssen die Helikopter dann noch für den Einsatz ausgerüstet werden. Teils muss ein sogenanntes "Bambi Bucket", ein Sack zum Transport des Wassers, an den Maschinen befestigt werden. Nach einem Erkundungsflug und einer Lagebesprechung sollen sie dann Löschwasser über dem brennenden Wald abwerfen. Nachts konnten die Piloten nicht fliegen. Wie die Evakuierung für Bewohnerinnen und Bewohner in der Gemeinde Hürtgenwald ablief und wie es ihnen geht, lesen Sie hier.