Trotz hunderter Gänse: Schwanenvater ist zufrieden mit Bruterfolg der Alsterschwäne

Datum15.08.2026 05:32

Quellewww.zeit.de

TLDRTrotz der Gefahr durch über 1.600 Gänse und die Vogelgrippe sind die Alsterschwäne in Hamburg erfolgreich gebrütet. Der Schwanenvater Olaf Nieß äußert sich zufrieden, vermeidet jedoch genaue Zahlen zum Schutz der Tiere. Die Freilassung der Schwäne verzögerte sich aufgrund der Vogelgrippe. Nieß hofft nun auf einen gesunden Sommer für die Tiere, frei von Krankheiten und Problemen mit der Wasserqualität.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Trotz hunderter Gänse“. Lesen Sie jetzt „Schwanenvater ist zufrieden mit Bruterfolg der Alsterschwäne“. Trotz der mehrwöchigen Verspätung beim Suchen ihre Brutstätten für diese Saison haben viele Hamburger Alsterschwäne erfolgreich gebrütet. "Wir haben immer Schwankungen drin. Aber - toi, toi, toi - bislang bin ich recht zufrieden", sagte Olaf Nieß, Leiter des Hamburger Schwanenwesens, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Konkrete Zahlen und Brutbereiche nennt Nieß, der auch als Schwanenvater bezeichnet wird, zum Schutz der Tiere nicht.  In den ersten Wochen hatten Nieß und sein Team mit Argusaugen die Tiere beim Einrichten der Nester und beim Brüten beobachtet. Zum einen leben mehr als 1.600 Gänse an der Außenalster und ihren Kanälen, was zu einer Verdrängung anderer heimischen Tierarten führt. Zum anderen ist die Vogelgrippe noch nicht aus dem Hamburger Stadtgebiet gebannt.  Dem Tierseuchen-Informationssystem des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zufolge gab es im Juni 31 und im Juli 7 bestätigte Fälle von Geflügelpest bei wildlebenden Vögeln, darunter waren auch 16 Schwäne. Die Zahl der Hamburger Vogelgrippe-Fälle seit Jahresbeginn ist damit auf 179 gestiegen. Im August wurden bislang noch keine Fälle registriert. Die Geflügelpest ist eine bei vielen Vogel- und Geflügelarten häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit.  Nieß hofft nun, dass die Tiere weiterhin weiter gut durch den Sommer kommen und weder andere Krankheiten noch sauerstoffarme Gewässer den Alsterschwänen das Leben schwer machen. Mitte Mai waren rund 90 Höckerschwäne aus dem Winterquartier auf die Außenalster entlassen worden. Zum Schutz vor der Vogelgrippe wurden sie rund sechs Wochen später als üblich freigelassen. © dpa-infocom, dpa:260815-930-533042/1