Datum15.08.2026 00:49
Quellewww.zeit.de
TLDRDas US-Visum von Andrés Manuel López Beltrán, Sohn des mexikanischen Ex-Präsidenten López Obrador, wurde widerrufen, was ihm die Einreise in die USA verwehrt. Präsidentin Sheinbaum vermutet politische Motive und Einmischung der USA in mexikanische Angelegenheiten. López Beltrán kritisierte die Entscheidung scharf. Mehrere Mitglieder der mexikanischen Regierungspartei Morena hatten zuvor ebenfalls ihre Visa verloren, teils wegen mutmaßlicher krimineller Aktivitäten. Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sind angespannt.
InhaltDer Sohn des ehemaligen linken Staatschefs Andrés Manuel López Obrador kann nicht mehr in die USA einreisen. Präsidentin Sheinbaum vermutet politisches Kalkül. Die US-Regierung hat das Visum des Sohnes eines mexikanischen Ex-Präsidenten widerrufen. Andrés Manuel López Beltrán, Sohn des ehemaligen linken Staatschefs Andrés Manuel López Obrador (2018-2024), kann dadurch nicht mehr in die USA einreisen. Das gab der Betroffene in sozialen Medien bekannt. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach von einer politisch motivierten Entscheidung der USA. Der 39-jährige Andrés Manuel López Beltrán ist einer der vier Söhne des Ex-Präsidenten. Dieser gilt als politischer Ziehvater der derzeitigen Staatschefin. Nach dem Entzug seines Visums erhob der Sohn in einem offenen Brief an US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe. "Es gibt keinen Grund, der ein solch arrogantes Verhalten rechtfertigen würde", schrieb er. Die Entscheidung sei aus politischen und propagandistischen Gründen von US-Beamten wie US-Außenminister Marco Rubio getroffen worden. Diese verhielten sich wie "Bandenchefs" gegenüber denjenigen, die sich ihren Interessen nicht unterordneten. Mehrere Mitglieder der linken mexikanischen Regierungspartei Morena haben in den vergangenen Monaten ihre US-Visa verloren. Gegen einige von ihnen soll es Medienberichten zufolge Ermittlungen in den USA geben – unter anderem wegen der mutmaßlichen Verwicklung in Drogengeschäfte oder illegalen Handel mit Benzin. López Beltrán ist ebenfalls politisch aktiv. Nach Angaben von Staatschefin Sheinbaum ist das Entziehen der Visa ein Versuch der US-Regierung, sich in die mexikanische Politik einzumischen. Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sind wegen Drogen- und Handelsfragen angespannt.